The Wishing Tree - Ostara - Cover
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The Wishing Tree Ostara


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

The Wishing Tree begann als ein akustisches Projekt zwischen Marillion-Gitarrist Steve Rothery und der hübschen Sängerin Hannah Stobart im Jahre 1994. Beide lernten sich während der Brave-Tour von Marillion nach einem Konzert in Bristol kennen. Rothery war zu der Zeit auf der Suche nach einer Sängerin. Zwei Jahre später veröffentlichten die beiden ihr erstes Album „Carnival Of Souls“. Ein äußerst fruchtarmer Baum, denn ganze 13 Jahre hat es gedauert bis The Wishing Tree seine zweite Frucht mit dem Namen „Ostara“ hervorbringt. Rein akustisch kann man die übrigens nicht mehr nennen.

Die Musik folgt einer ruhigen Grundstimmung, gleitet irgendwo zwischen Rock und Pop und wird hauptsächlich von Hannah Stobarts angenehmer Stimme getragen, die manchmal ein wenig wie Tori Amos klingt (was natürlich als Kompliment gemeint ist). Die Instrumente sind somit meist im Hintergrund, was nicht bedeutet, dass sie weniger wichtig oder gar spärlich wären. Die Musik ist reich an Instrumentierung, nicht zuletzt durch Rothery, der sowohl Gitarre, Bass als auch die Keyboards einspielt und immer für kleine aber entscheidende Nuancen in den Liedern verantwortlich ist. Rotherys Akustikgitarre ist omnipräsent, aber besonders mit seinem Stamminstrument, der E-Gitarre, versorgt er die Lieder mit Akzenten und Soli. Richtig zu erkennen gibt sich Rothery erst in „Falling“, bei dem er zum Schluss ein typisches feinfühliges Gitarrensolo im Marillionsound zum Besten gibt. Als besondere Ruhepole des Albums erweisen sich „Hollow Hills“ und das einzige rein akustische abschließende „Soldier“. Ans Schlagzeug haben die beiden übrigens, wie bereits auf dem Debüt, Paul Craddick (ex-Enchant) gesetzt.

Die Platte kommt ohne Höhepunke, aber auch ohne Tiefpunkte aus. Sie ist halt aus einem Guss und hält das Niveau. Es ist ein Album zum Entspannen, dass man abends nach der Arbeit bei einem Gläschen Rotwein genießen möchte. Genau wie ein guter Rotwein braucht auch dieses Album einen gewissen Reifeprozess. Vielleicht wirkt es also in Zukunft noch erfreulicher auf die Gehörgänge.

Anspieltipps:

  • Easy
  • Seventh Sign
  • Fly

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