Voormann & Friends - A Sideman´s Journey - Cover
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Voormann & Friends A Sideman´s Journey


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Der gebürtige Berliner Klaus Voormann (71) ist auf viele Arten mit der Geschichte der Pop- und Rockmusik der vergangenen vier Jahrzehnte verbunden, auch wenn er stets im Hintergrund blieb und anderen den Vortritt ließ. In den 60er Jahren und auch später entwarf er als gelernter Grafikdesigner zahlreiche Plattencover u.a. für die Beatles, Bee Gees, Paul McCartney und Turbonegro (!), in den 70er Jahren betätigte er sich u.a. als Bassist für John Lennon, Eric Clapton. George Harrison, Ringo Starr, Lou Reed und B.B. King und in den Achtzigern war er als Produzent für Trio, Heinz Rudolf Kunze und Marius Müller-Westernhagen beschäftigt.

Kurios, dass mehr als 71 Jahre im Leben des Klaus Voormann vergehen mussten, bis er sein erstes Album unter eigenem Namen präsentieren kann. Dieses geht als All-Star-Projekt Voormann & Friends an den Start, da der ewige „Sideman“ nicht einfach alleine drauflos spielte, sondern jede Menge Freunde und Kollegen wie Paul McCartney, Ringo Starr, Yusuf, John Fohl, Dr. John, Jim Keltner, Albert Lee, Van Dyke Parks, Joe Walsh, Don Preston, Bonnie Bramlett, Carl Carlton und Sohnemann, DSDS-Teilnehmer Max Buskohl (!), ins Studio einlud. Die Aufnahmesessions gingen in London, Memphis, Hamburg, Los Angeles und München über die Bühne und hatten die Neuinterpretation diverser Klassiker der Musikgeschichte zum Ziel. Teile der Verkaufserlöse gehen an das Hilfsprojekt „Water Is Life – Lakota Environment & Health Project”.

Mit Songs von u.a. Bob Dylan, Randy Newman, George Harrison und Fats Domino und oben genannten Musikern im Rücken, kann gar nichts schiefgehen. Klaus Voormann und seine Kumpel präsentieren elf Classic-Pop/Rocksongs in typischer 60er-Jahre-LP-Laufzeit von unter 40 Minuten, die vor allem die ältere Generation von Musikfreunden glücklich machen dürfte, die mit Stücken wie „My sweet lord“, „Mighty Quinn“ oder „Blue suede shoes“ aufgewachsen sind. Technisch ist das einwandfrei und man hört den Beteiligten die Freude am Spiel an. Essentiell ist das freilich nicht, aber für einen guten Zweck allemal eine in Ordnung gehende Sache.

Anspieltipps:

  • Such a night
  • Short people
  • Mighty Quinn
  • My sweet lord

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