Marillion - The Thieving Magpie: La Gazza Ladra (Re-Release) - Cover
Große Ansicht

Marillion The Thieving Magpie: La Gazza Ladra (Re-Release)


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 113 Minuten
Artikel teilen:
9/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit 22 Tracks feuern die Briten ein 113-minütiges Feuerwerk ab, das in dieser Form zur Grundausstattung jeder Marillion-Sammlung gehört.

Lange Zeit herrschte eisiges Schweigen zwischen der Band Marillion und ihrem ausgestiegenen Sänger und Charakterkopf Derek William Dick – genannt Fish. Dieser verließ 1988 im Streit die britische Neo-Prog-Band und startete eine bis dato holprig verlaufende Solokarriere. Marillion machten mit Steve Hogarth als Sänger weiter, konnten aber nie mehr an die kommerziellen Erfolge in der Zeit von 1983 bis 1987 anknüpfen, als Marillion eine Reihe Top-10-Singles und mit „Misplaced Childhood“ (1985) sogar ein Nummer-Eins-Album vorweisen konnten.

Jetzt, da Marillions ehemalige Plattenfirma EMI ein Paket aus drei Live-Alben auf den Markt bringt, scheint es tatsächlich eine Annäherung zwischen Fish und seinen Ex-Kollegen gegeben zu haben. Denn der Sänger verfasste die Liner Notes zu zwei der drei Veröffentlichungen, den Doppel-CDs „Recital Of The Script“ und „Live From Loreley“, die es lange Zeit nur als VHS Video und seit 2003/04 auch als DVD gegeben hat. Dazu kommt der remasterte Re-Release des legendären Live-Albums „The Thieving Magpie (La Gazza Ladra)“ aus dem Jahr 1988 – und fertig ist ein mehrstündiges Hörvergnügen, mit dem allen Marillion-Fans der frühen Jahre Freudentränen in die Augen getrieben werden.

The Thieving Magpie (1988)

Mit dem 1988 auf den Markt gekommenen Doppel-Live-Album „The Thieving Magpie (La Gazza Ladra)“ erschien zum letzten Mal eine Platte in der Besetzung Fish (Gesang), Steve Rothery (Gitarre), Pete Trewavas (Bass), Mark Kelly (Keyboards) und Ian Mosley (Drums). Marillion waren endgültig auf ihrem kommerziellen Höhepunkt angekommen und spielten u.a. als Vorband von Queen in Fußballstadien. Das Quartett zeigt sich perfekt eingespielt und agiert auf den Punkt genau. Dadurch erstrahlen auch ältere Stücke in neuem Glanz, wobei sich die gesamte Darbietung sehr ausgewogen zwischen wuchtig und kraftvoll („Incommunicado“) und gefühlvoll und sanft („Jigsaw“) bewegt. Mit 22 Tracks feuern die Briten ein 113-minütiges Feuerwerk ab, das in dieser Form zur Grundausstattung jeder Marillion-Sammlung gehört.

Das 1988er Originalalbum wurde bereits vor vier Jahren digital remastert und damit klangtechnisch auf die Höhe der Zeit gebracht. Aus diesem Grund musste für den 2009er Re-Release nicht mehr viel gemacht werden. Auch auf neue Liner Notes wurde verzichtet. Aber wenn mit „Live From Loreley“ und „Recital Of The Script“ schon zwei geschichtsträchtige Marillion-Konzerte aus den Achtzigern auf den Markt gebracht werden, darf dieser Zusammenschnitt irgendwie nicht fehlen.

Anspieltipps:

  • Freaks
  • Kayleigh
  • Lavender
  • Sugar mice
  • Chelsea monday
  • He knows you know
  • Pseudo silk Kimono

Neue Kritiken im Genre „Prog-Rock“
Diskutiere über „Marillion“
comments powered by Disqus