Stimpack - Dunkle Wasser - Cover
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Stimpack Dunkle Wasser


  • Label: Rocking Ape
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie klingt moderner Metal? Im Endeffekt doch ziemlich so, wie es Metallica auf ihrem neuesten Output vorgemacht haben. Natürlich müssen die Lieder nicht immer die Sechsminutenmarke überschreiten, aber die Richtung der knackigen Gitarren, der reduzierten Soli und einprägsame Refrains sind der Weg, mit welchem diese Musikrichtung auch weiterhin nicht untergehen kann. Dafür ist die Aggressivität dieses Genres zu verlockend für viele Hörer. Wo der Pop einen sanft streichelt, lädt Metal ein, ordentlich Luft raus zu lassen. Und wie wertvoll so ein Ventil im Alltag des Einzelnen sein kann, sollte jeder wissen (was nicht heißt, dass man Metal hören muss).

Normalerweise kommen die wirklichen Rocker dieser Szene allerdings aus Amerika oder seit einem knappen Jahrzehnt auch aus Skandinavien. Die Deutschen bleiben da doch eher auf der Strecke, wenngleich immer wieder neue Namen aufflackern. Einer der neuesten Namen, wenngleich es die Band seit 2003 gibt, ist „Stimpack“. Diese junge Gruppierung hat sich den härteren Riffs verschrieben und das wird nach kurzem Intro gleich deutlich. „Aus Der Asche“ knallt gewaltig und die Jungs aus Landsberg am Lech machen so ziemlich alles richtig, wenn wir die Checkliste absuchen. Nur beim Refrain, der sich durch die vorherrschenden Backvocals selbst zu sehr an Kraft beraubt. Natürlich sind diese Zeilen leichter mitzusingen, doch diese Mischung zum Power-Pop zeigte sich schon bei Bullet For My Valentine als nicht optimal.

Für „Herz Aus Eis“ und „Spiegelkind“ gilt dasselbe. Gute Melodien und kraftvolle Strophen, die nur im Refrain nicht in der oberen Liga mitspielen. Die erste Rock-Ballade kommt dann natürlich auch und sorgt endlich für Abwechslung, denn so gut die ersten Tracks auch waren, wurde es Zeit für eine Verschnaufpause. Es rockt und röhrt zwar auch hier gewaltig, doch das Tempo ist niedriger und phasenweise wirkt es im Vergleich schon andächtig. Hier stimmt dann auch alles, weil die Backvocals auch hinten bleiben und sich nicht vordrängen. Sänger Olis Stimme ist nun mal doch das stärkste Organ. Dies zeichnet sich auch durchgehend in den Liedern aus, die sich stets selbst an Gewalt und melodischen Riffs zu überbieten versuchen.

Dass man sich wirklich nicht verstecken muss und auch nicht abgespeckt wirken will, zeigt sich besonders an „Schlachtplatte“. Nur die nicht optimalen Vocals in den Refrains sorgen dafür, dass man hier nicht von einer neuen Riesenentdeckung reden kann. Dann fehlt da vielleicht noch ein Tick Abwechslung, doch das durchgängige Härtegefühl voller Authentizität sollte eigentlich genug sein.

Anspieltipps:

  • Herz Aus Eis
  • Schritt Zu Weit
  • Schlachtplatte

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