Prey - Knights Of The Revolution - Cover
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Prey Knights Of The Revolution


  • Label: GMR
  • Laufzeit: 42 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
7.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Power Metal ist schnell, Power Metal ist melodisch, Power Metal ist oft hart an der Grenze zum Kitsch und Power-Metal-Alben haben Titel wie „Knights Of The Revolution“. Also haben die Metaller von Prey (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Gothic-Formation) alles richtig gemacht? Das kann schon jetzt für alle beinharten Fans des Genres mit einem klaren „Ja“ beantwortet haben. Denn positiv ausgedrückt ist „Knights Of The Revolution“ ein Power-Metal-Album wie aus dem Lehrbuch.

Das geht los mit der Titelnummer, die mit kräftig Doublebass-Gewitter an galoppiert kommt und dessen Refrain insbesondere Happy-Metal-Anhängern à la Freedom Call gefallen dürfte. Danach geht’s heavy-groovend mit „Deliver The Goods“ weiter, ausgestattet mit reichlich 80er-Jahre Flair. Leider ist der Gesang leider zu oft in den Hintergrund gemischt – was sich allerdings auch mit der alles in allem durchschnittlichen Leistung des Sängers erklären lässt.

Sei's drum: bei „Playing With Fire“ regiert wieder die Doublebass, bevor sich mit „Bloodred Sky“ der härteste und zugleich beste Song des Albums anschließt. Hier können die Gitarren gerade durch die etwas gedrosselte Geschwindigkeit eine ganze Menge Druck aufbauen und auch die Gesangsmelodie erreicht endlich so etwas wie Ohrwurmqualitäten. Danach folgt mit „Get Out“ ein reiner Popsong, der sich im Radio der 80er Jahre bestimmt gut gemacht hätte, heute aber auf einem Heavy-Metal-Album seltsam deplatziert wirkt. In der zweiten Hälfte des Albums gibt es noch ein paar angenehme Überraschungen (unerwartet modern: „Into Fire“, „Run“), und schlichtweg austauschbares („In Memorian“, „Personal Fantasy“) zu hören.

Ein perfektes Album also für den klassischen Heavy-Metal-Fan oder ein wie am Reißbrett zusammen gezimmertes Stück aus 20 Jahre altem Schwermetall? „Knights Of The Revolution“ ist irgendwie beides und gerade deshalb leider nur eine durchschnittliche Veröffentlichung, zumal wirkliche Hits auf diesem Album nicht vertreten sind.

Anspieltipps:

  • Knights Of The Revolution
  • Bloodred Sky (
  • Run

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