Black Moth Super Rainbow - Eating Us - Cover
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Black Moth Super Rainbow Eating Us


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 36 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Was ein Bandname! Eigentlich vermutet man hinter „Black Moth Super Rainbow“ entweder eine pompöse Superrockband bestehend aus allen bekannten, ihre wilden Drogenzeiten hinter sich gelassenen Superstars der 80er, der 90er und von heute oder auch eine brasilianische oder katalanische Speed-Metal-Haudrauf-Kombo, die Slipknot und Heaven Shall Burn wie brave Milchmädchen vom Lande klingen lassen.

Setzen, sechs. Auch wenn die Namen der schwarzen Nachtfalter (Father Hummingird, Iffernaut, The Seven Fields of Aphelion, Power Pill Fist und Tabacco) ein weiteres Indiz für eine on Stage Hühnern den Kopf abbeißende und Eltern die Angstperlen auf die Stirn treibende Anti-Christ-Musikkapelle zu sein scheint. Die im Jahre 2002 in Pittsburgh formierte Band ist eigentlich ganz lieb. Ihr viertes Album „Eating Us“ setzt wie gewohnt auf psychedelisch-elektronische Soundbasteleien, die von Dave Fridmann (Flaming Lips) effektvoll in Szene produziert wurden. Dabei herausgekommen ist eine angenehme Electronica-Mixtur bestehend aus perlenden Popklängen, sphärischen Arrangements, akustischen Folkanleihen und herrlich verzogenen Vokalsträngen.

In einer melancholischen Wolke aus Synthies, Vocoder und Fender Rhodes (elektromechanisches Musikinstrument) entfaltet sich so ein Sound, der allen Freunden von „Air“, „Imogen Heap“ oder „Lali Puna“ die heißen Sommerabende an der chilligen Strand-Bar oder am erquickenden kalten Nass verschönen werden. „Fields Are Breathing“, „Gold Splatter“ oder „Twin Of Myself“ strahlen in der knapp 35-minütigen Electronica-Mischung als poppigste Sonnenstrahlen ins Ohr. Und Songs wie „Born On A Day The Sun Didn’t Rise“ und „Tooth Decay“ erklingen mit einschmeichelnden Melodien und lebhaften Drums ganz im Zeichen eines gerade ja so angesagten elektronisch-folkigen Indiesounds.

Eindeutig mehr Regenbogen als schwarze Motten. Die neue „Black Moth Super Rainbow“, einen Cocktail in der Hand und die Abendsonne aufs Haupt scheinen lassen. „Eating Us“ ist für solche Entspannungsorgien genau das richtige. Keine Musik für jede Lebenslage, aber solange das Thermometer über 30 klettert und beim Nachbarn eine After-Poolparty unterm Mondlicht steigt, ist „Eating Us“ auf jeden Fall ein sehr willkommenes Gastgeschenk.

Anspieltipps:

  • Born On A Day The Sun Didn’t Rise
  • Twin Of Myself
  • Gold Splatter
  • Tooth Decay

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