Job For A Cowboy - Ruination - Cover
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Job For A Cowboy Ruination


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie schon in der Kritik zum Debüt „Reflection” von As You Drown erwähnt, hält Metal Blade am Kurs fest besonders harte Genreware unters Volk zu bringen. „Ruination“, Job For A Cowboys zweites Massaker, macht da keine Ausnahme und entwickelt den kranken und abgedrehten Sound von „Genesis“ (05/2007) weiter. War vor vier Jahren ein regelrechter Hype um die Herrschaften Jonny Davy (Gesang), Bobby Thompson (Gitarre), Al Glassman (ersetzt den ausgestiegenen Ravy Bhadriraju an der Gitarre), Brent Riggs (Bass) und Jon Rice (Schlagzeug) entstanden, für den die EP „Doom“ verantwortlich war, so ist nach dem Debüt allerdings eine gewisse Ernüchterung zu beklagen, wurde das erwartete Niveau schließlich nicht ganz gehalten.

Grund genug um alle negativen Aspekte des Erstlings aufzugreifen und ins Positive zu kehren, was nach den ersten Durchgängen auch gefruchtet haben dürfte. Nach kurzem hektischen Geplänkel in „Unfurling a darkened gospel“ legt die Death Metal-Walze aus Glendale, Arizona nämlich richtig los und brettert durch ein unbarmherziges, Core-infiziertes Erdbeben aus hohen Screams und tiefen Growls, verschachtelte Drum- und Riffpatterns und einen undurchsichtigen Aufbau, der ein wenig Zeit zum Erschließen benötigt. Ganz wie die komplex arrangierten Songtitel rast, häckselt, wütet und tobt der Fünfer in einem Labyrinth voll mit technischen Breaks, Blastbeats und unwirtlicher Horroratmosphäre umher, bis alle Nackenwirbel überstrapaziert ihren Dienst versagen.

Damit schlagen Job For A Cowboy der Monotonie von „Genesis“ ein Schnippchen, vergessen aber dennoch dem Ganzen eine Seele zu geben und verkommen oftmals zu einer technikorientierten Truppe, die eigentlich nur zeigen will, was sie an den Instrumenten drauf hat. Interessant ist zudem, dass viele Passagen an The Black Dahlia Murder erinnern, was an sich nicht schlecht ist, aber womit die Cowboys viel von ihrer Originalität, die auch dieses Mal in Form des absolut kranken Organs von Davy und der allgemein sehr extremen Instrumentenvergewaltigung zuschlägt, verlieren. Wer schon dem Debüt zugetan war, wird zwar auch hiermit glücklich, musikalische oder gar innovative Quantensprünge sollten von „Ruination“ aber nicht erwartet werden.

Anspieltipps:

  • Lords Of Chaos
  • Summon The Hounds
  • Constitutional Masturbation
  • Butchering The Enlightened

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