Dennis Lisk - Suchen & Finden - Cover
Große Ansicht

Dennis Lisk Suchen & Finden


  • Label: Four Music/Sony Music
  • Laufzeit: 42 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Einfach mal von vorne anfangen, etwas Neues wagen und Vergangenes ruhen lassen… das wird sich wohl Dennis Lisk gedacht haben, als er in diesem Jahr seinen Vertrag bei Four Music unterschrieben hat. Das Ergebnis dieser Zusammenkunft ist nun zu bewundern: „Suchen & Finden“ ist ein frisches deutschsprachiges Album, passend zum Sommer.

Dennis Lisk begibt sich auf neues musikalisches Gebiet. Die Zeiten in denen er zusammen mit Jan Delay als Absolute Beginner durchstartete sind lang vorbei. Während sich Jan Delay als Solo-Künstler etablieren konnte, schlugen die ersten Gehversuche von Lisk fehl. Als Denyo mit seinem Album „Minidisco“ hing er hinter den Erwartungen zurück. Doch 2009 soll alles anders werden. Die Raps von damals sind Geschichte, nun singt Dennis Lisk. Die 12 Tracks des Albums sind gefühlvoll, offenherzig und mal einfach mitreizend.

Mit „Navigation“ singt Lisk „Komm schon, lass uns los, lass uns los, lass uns bleiben wo’s uns gefällt – ein klitzekleines Wohnmobil und schon reisen wir um die Welt“ und bereitet uns auf den musikalische Ausflug vor. Die Aufbruchsstimmung wird im „Blick nach vorn, schau zurück“ weitergeführt und auch „Derbe“ mit seinen Reggae-Flair verbreitet super Sommerstimmung. Doch auf der anderen Seite gibt es auch den ruhigen Dennis Lisk. „Wo auch immer“ erinnert dabei sehr an Clueso, aber ohne ihn dabei zu kopieren und „Irgendwann“ lässt Gänsehaut aufkommen, mit den Streichern im Hintergrund und der vollen Portion Sehnsucht.

Ein paar Gäste durften auch mit aufs Album und versammelten sich für „Einfach mal sehn“ - Clueso, Jan Delay, Max Herre und Sadyo. Doch es wäre nicht nötig gewesen, denn Lisk braucht diese Unterstützung gar nicht, weil er so schon genug glänzt.

Alles im allen kann man sagen, dass der Wahl-Berliner alle Entscheidungen richtig getroffen hat. Der neue Sound steht ihm echt gut und wirkt keinesfalls aufgesetzt. So kann man sagen, dass „Suchen & Finden“ eines der besten deutsprachigen Alben der letzten Monate geworden ist. Voller Frischen und schönen, aber durch aus simplen Texten, tritt er aus den Schatten von Jan Delay und begibt sich musikalisch in eine ähnliche Richtung wie Clueso, nur lauter. Man kann nur hoffen, dass es nicht bei einem Album dieser Art bleibt.

Anspieltipps:

  • Navigation
  • Blick nach vorn, schau zurück
  • Irgendwann
  • Gefährlich

Neue Kritiken im Genre „Pop“
7/10

Playback: The Brian Wilson Anthology
  • 2017    
Diskutiere über „Dennis Lisk“
comments powered by Disqus