Wu-Tang Clan - Wu-Tang Chamber Music - Cover
Große Ansicht

Wu-Tang Clan Wu-Tang Chamber Music


  • Label: E1 Entertainment/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 36 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

East Coast – Old School – Wu-Tang. So einfach lautet die Formel für klassischen HipHop/Rap-Stoff, der als neues Projekt aus dem Hause W-Tang Clan seinen x-ten Frühling erlebt, wobei die Betonung ausdrücklich auf „Projekt“ liegt. Denn „Chamber Music“ ist weder ein waschechtes Wu-Tang-Clan-Album, noch einer der vielen Alleingänge eines Wu-Tang-Mitglieds (siehe z.B. Method Man und Redman mit „Blackout! 2“).

Unter der Anleitung von Mastermind RZA und der Soul-Combo The Revelations aus Brookyln, die als Live-Band fungiert, entstand mit „Chamber Music“ ein Werk, das soundtechnisch ganz bewusst an die seligen 90er Jahre erinnern soll, wie RZA uns allen am besten erklären kann: „Bei diesem Album dreht sich alles um das Live-Element, weil junge Musiker den klassischen Vibe von Wu-Tang spielen, verstehst du? Es geht also um den Vibe, den wir normalerweise aus Samples kreieren würden, den Vibe des Materials, das wir sonst aus alten Soul-Tracks, Jazz-Tracks oder Kung-Fu-Filmen geschaffen haben – und jetzt hast du Musiker, die diesen Vibe live einspielen können, mit dem Rap von diversen Wu-Tang-MCs oben drüber. Wir wollten mit dieser LP ganz klar an unseren Sound von damals anknüpfen und uns vor dieser Ära verneigen.“

Zu den diversen Wu-Tang-Kollegen zählen die Herren Ghostface Killah, Raekwon, U-God, Inspectah Deck und Killah Priest, flankiert von weiteren Gast-MCs wie AZ, Havoc (Mobb Deep), Cormega, Kool G Rap, Masta Ace, Sadat X (Brand Nubian) und Sean Price (Heltah Skeltah). Sie alle sorgen für eine klassische Rap-Platte, als wäre die Zeit in den 90er Jahren stehen geblieben. Das beginnt beim Opener „Kill too hard“ – der an den Flow-Style von Jay-Z erinnert – und zieht sich durch das gesamte Album. Leider fällt dieses aus musikalischer Sicht etwas dünn besetzt aus. Denn zieht man alle Skits, Intros und Film-Samples ab, die nicht als solche gekennzeichnet sind, bleiben bei einer Spielzeit von 36 Minuten nur acht (!) Tracks übrig. Doch diese haben es in sich!

Durch die Verknüpfung der Songs mit den zahlreichen Intros entstand ein Album, das durch maximale Gangsta-Atmosphäre, coole Raps und gleichzeitiger Tiefenentspannung zu überzeugen weis. Selbst wenn dabei wieder jede Menge Klischees bedient werden, macht das Zuhören Spaß. Denn der soulige Sound lässt keine Hektik aufkommen, so dass die MCs in epischer Gemütlichkeit aus ihrer Welt mit Hustlern, Bitches und Niggas berichten können. Deshalb: Wer auf Raps steht, bei denen sich die Protagonisten ob ihrer rasanten Flows schier überschlagen, ist hier definitiv falsch.

Anspieltipps:

  • Ill figures
  • Evil deeds
  • Kill too hard
  • Harbor masters
  • Sound the horns

Neue Kritiken im Genre „HipHop/Rap“
7/10

Copyshop
  • 2017    
7.5/10

Lang Lebe Der Tod
  • 2017    
6/10

tru.
  • 2017    
Diskutiere über „Wu-Tang Clan“
comments powered by Disqus