Revolution Mother - Rollin' With Tha Mutha - Cover
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Revolution Mother Rollin' With Tha Mutha


  • Label: Hellfest/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 32 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Titel wie „Rollin' With Tha Mutha“, „Born To Rock N Roll“ oder „Mofo“, in denen Sänger und Pro-Skater Mike Vallely Zeilen wie „I'm an old school motherfucker“ zum Besten gibt, lassen es bereits erahnen: Revolution Mother sind keine Freunde von Tiefgründigkeit. Man stellt sich beim Hören des Albums eine wild gewordene Horde Biker vor, die alles, was sich ihnen in den Weg stellt, kurz und klein prügeln. Und liest man sich folgendes Zitat vom Frontmann durch, bestätigt sich dieser Eindruck: „From our new Album I think the Song „Born To Rock N Roll“ sums it up. It represents a lifestyle and an attitude of doing it your own way und doing it to the limit.“

Die knappe halbe Stunde (Hidden Track nicht mit gezählt), die Revolution Mother auf ihrem zweiten Album bieten, kennt eigentlich nur eine Richtung: Schnell und hart nach vorne. Und unter anderem daran krankt diese Mischung aus Punk, Hardcore und Metal. Eingängig wie eine Tour auf der Route 66 mit heavy Gitarren - meist stoisch und roh auf einem Riff verharrend - präsentieren sich die bereits erwähnten Titel. Und von diesem Prinzip weicht die Band nur selten ab. Mike Vallelys gepresstes Gebrüll kennt dabei auch nur eine Stimmlage, in Refrains kommt bedenklich oft Call-And-Response-Gesang zum Einsatz. Leider gehören diese geradlinigen Songs, die zugegebenerweise zum Headbangen animieren, noch zu den besseren Stücken auf dem Album.

Songs wie „Killin' Machine“ oder „Night Ride“ sind flotter Oldschool-Hardcore, den man aber schon zu oft und vor allen Dingen besser gehört hat. „The Snake“ nimmt ein bisschen Tempo raus und weißt stärkere Metal-Einflüsse auf. Groß unterscheiden tut sich das im Prinzip aber nicht. „Runaway Train“ kann da mit seinem knackigem Riffing wieder mehr überzeugen. Der Abschluss „Crossroader“ zeigt jedoch, dass die Band auch sechsminütige Lieder spielen kann, bei denen eigentlich nach zwei Minuten schon alles gesagt worden ist.

Klar kann man mit Revolution Mother viel Spaß haben, wenn man auf härtere Musik steht und einfach mal was leichteres für zwischendurch braucht. Viel länger hätte das Album allerdings nicht sein dürfen, denn aufgrund seiner Geradlinigkeit und mangelnden Abwechslung ist es schnell ermüdend. Insbesondere wegen einer Hand voll Songs, die partytauglich sind und sich gut mitgrölen lassen, rettet sich das Album noch so halbwegs auf eine Bewertung im unteren Mittelfeld.

Anspieltipps:

  • Rollin' With Tha Mutha
  • Mofo
  • Born To Rock N Roll

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