Clutch - Strange Cousins From The West - Cover
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Clutch Strange Cousins From The West


  • Label: Weathermaker Music
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine wahre Institution in diesem Genre, die ohne auf Verluste zu achten ihr Ding durchzieht.

„Strange Cousins From The West“ heißt das neunte Werk von Clutch, einer Band, die schon seit Anfang der 90er Jahre im Stoner-Rock ihre Wurzeln schlägt. Eine wahre Institution in diesem Genre, die ohne auf Verluste zu achten ihr Ding durchzieht. Ihre treue Fanbase haben die Amerikaner, aber wirklich bekannt sind sie trotzdem nicht. Nach immer wieder wechselnden Plattenverträgen haben die Musiker die Nase voll vom Labelhopping und veröffentlichen nun unter dem eigenen Label Weathermaker Music.

Ein gutes Album braucht keinen musikalischen Quantensprung. Das beweisen uns die vier Musiker aus Germantown in Maryland, USA immer wieder aufs Neue. Auch diesmal wieder. Der Drang zur fortwährenden Weiterentwicklung und die nötige Experimentierfreude treiben die Band an. „Wenn man nicht lernt, dann befindet man sich auf dem Abstieg“, sagt der Sänger Neil Fallon und ergänzt bezüglich des neuen Albums „Wenn wir eine Formel wiederholen würden, wäre es ein langsamer Tod“. Genau so ist es, denn Clutch behalten ihren harten rockigen Grundsound immer bei, verlagern aber von Album zu Album ihre Einflüsse schrittweise. So hört man diesmal vermehrt Blues („Motherless Child“, „Let A Poor Man Be“), aber auch Punkrock („Algo Ha Cambiado“). Der Keyboarder ist übrigens nicht mehr dabei, falls sich jemand gewundert hat, dass es wieder vier Jungs sind.

Hits sucht man auf Strange Cousins From The West vergebens. Eingängigkeit nicht. Das Zauberwort, das dies ermöglicht, heißt: Riffs. Die Musik zehrt ihren Lebenssaft daraus, wie eine Spinne den Saft aus einer Fliege. Die eingängigen Riffs sind dabei die klebrigen Seidenfäden, die das Opfer, sprich den geneigten Hörer, nicht mehr entkommen lassen. Die ersten drei Tracks machen das schon sehr deutlich. Der Sänger (die Spinne?) mit seiner rohen, kratzigen Stimme gibt dem Stoner-Rock den letzten Schliff. Mastodon wussten schon wieso sie Herr Fallon für „Blood And Thunder“ als Gast eingeladen haben.

Punkrockattitüde gepaart mit einem großen Pool an spritzigen und groovenden Rockriffs, famosen punktgenauen Beats am Schlagzeug und einem eher im Hintergrund aktiven Bass. Das war, ist und bleibt Clutch.

Anspieltipps:

  • Motherless Child
  • 50,000 Unstoppable Watts
  • The Amazing Kreskin
  • Let A Poor Man Be

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