Zero Illusions - Enter Eternity - Cover
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Zero Illusions Enter Eternity


  • Label: Sound Pollution/Rough Trade
  • Laufzeit: 45 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

„Enter Eternity” ist der erste (ursprünglich im Eigenvertrieb veröffentlichte) Longplayer der im Sommer des Jahres 2004 im schwedischen Göteborg gegründeten Progressive-Power-Metal-Band Zero Illusions. Das Album wurde in den Studios von Produzent Joakim Harström (u.a. Trust) aufgenommen und abgemischt und wird nun erstmals auf herkömmlichen Vertriebsweg in die Läden gebracht.

Hört man sich das Material von „Enter Eternity“ an, fallen sofort Parallelen zu den US-Light-Proggern von Queensryche auf, denen das Quartett stilistisch nachkommt. Sänger Björn Asking bewegt sich genau wie Geoff Tate vornehmlich in höheren Stimmlagen, während Janne Lüthje für knatternde Gitarrenriffs und epische Soli sorgt, die von Bassist Tomas Reinerson rhythmisch groovend unterstützt werden. Lediglich Drummer André Holmqvist muss als Schwachstelle genannt werden. Sein Spiel klingt hölzern und wenig effektvoll und leidet am meisten unter dem schwachbrüstigen Mini-Budget-Sound.

Das Songwriting der Schweden geht im Prinzip in Ordnung, birgt aber bei genauerem Hinhören kaum herausragende Momente oder innovative Ideen. Zero Illusions sind zwar um Atmosphäre („Make this complete“, „Left alone“) und rockige Elemente („Don’t be afraid“) bemüht, mit denen sie ihren metallischen Sound anzureichern versuchen, doch kommen sie nur selten über den Zustand eines Versuchs hinaus. Wenn man ehrlich ist, kann man Zero Illusions und Ihr Debütalbum deshalb zurzeit nur in den gehobenen Amateurstatus einordnen. Aller Anfang ist schwer, doch abschreiben sollte man die Band nicht. Das Talent der Musiker blitzt zumindest ansatzweise auf und man kann sich vorstellen, wohin die Reise geht könnte, wenn die Jungs am Ball bleiben.

Anspieltipps:

  • Left alone
  • Don’t be afraid
  • Make this complete
  • The moment I fear

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