Clark - Totems Flare - Cover
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Clark Totems Flare


  • Label: Warp/Rough Trade
  • Laufzeit: 45 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

„Totems Flare“ bietet innovativen Electro-Wahnsinn wie man ihn derzeit bestenfalls in Berliner Techno-Clubs serviert bekommt.

„Totems Flare“ bietet innovativen Electro-Wahnsinn wie man ihn derzeit bestenfalls in Berliner Techno-Clubs serviert bekommt. Die Tracks sprühen nur so vor Ideen über und springen mehrheitlich von einem Part zum nächsten ohne sich großartig Gedanken über flächendeckende Nachvollziehbarkeit zu machen. Gerade diese Kompromisslosigkeit jedoch adelt das Album.

Selbstverständlich klingt das in der Beschreibung zunächst stark nach einem typischen Warp-Album. Doch Clark hat bekanntermaßen etwas mehr zu bieten als hyperaktive Soundexperimente für Techno-Nerds auf der Suche nach dem nächsten Kick. Und selbst wenn man ihm vorwerfen kann, dass sich der eine oder andere Track etwas zu sehr in der eigenen Abgefahrenheit suhlt und elitäre Züge annimmt, so versöhnen gleichsam Stücke wie das vorab veröffentlichte „Growls Garden“ für derartige Anflüge in Gänze. Ein Hit, nichts weiter.

Als Abschluss einer Trilogie konzipiert, die mit „Body Riddle“ 2006 begann und mit „Turning Dragon“ 2008 fortgesetzt wurde, bildet „Totems Flare“ gleichzeitig die Vorhut für das, was da noch kommen mag. Angeblich hat Clark bereits Material für die nächsten drei Jahre zusammen und arbeitet dennoch immer und immer weiter, hängt also gedanklich schon beim übernächsten Projekt. Solange er sich selbst ein Filter bleibt und nicht jeden fertigen Track unreflektiert heraushaut, ist dagegen nichts einzuwenden. „Totems Flare“ jedenfalls demonstriert einen beeindruckenden Sinn für Dramaturgie und macht wirklich Lust auf den schon eingelagerten Rest. Ein schönes Album.

Anspieltipps:

  • Outside Plume
  • Growls Garden
  • Absence

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