Eskimo Joe - Inshalla - Cover
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Eskimo Joe Inshalla


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Die australische Rockband Eskimo Joe (bestehend aus Kavyen Temperley, Joel Quartermain und Stuart MacLeod) existiert nun schon seit über zehn Jahren, doch trotz großer Charterfolge und Ehrungen in ihrer Heimat, kennen außerhalb Australiens nur wenige Menschen Eskimo Joe. Vielleicht ändert sich dies ja nun mit dem vom Major Warner Music vertriebenen und von Top-Produzent Gil Norton (u.a. Foo Fighters, Jimmy Eat World, Dashboard Confessional, Maximo Park) betreuten Album Nummer vier „Inshalla”. Denn noch nie klangen Eskimo Joe auch aus internationaler Sicht so massentauglich wie auf ihrem neuen Werk.

Verantwortlich dafür ist nach Meinung von Drummer Joel Quartermain Produzent Gil Norton, der die Songs von unnötigem Ballast befreite und die poppigen Elemente in den Vordergrund stellte. Das ist ungewöhnlich, denn die Australier klingen gerade in jenen Momenten überdurchschnittlich gut, wenn sie härtete Gitarrenklänge in ihre Songs einbauen („Morning light“). Aber okay, diese sind auf „Inshalla” spärlicher zu finden, womit sich der Hörer abfinden muss. Doch ein Gutes bringt dieser Kunstgriff mit sich: Die raren knackigen Stromgitarreneinlagen haben es richtig in sich, wie beim groovig-treibenden Opener „Foreign land“, dem nach den seligen The Cult klingenden Titeltrack und dem an den Powerpop der Manic Street Preachers gemahnenden „The sound of your heart“.

Dem entgegen stehen super-poppige Songs wie „Don’t let me down“ und „Please Elise”, in dem sich „Elise“ – wie zu erwarten – ganz unverschämt auf „Please” reimt. Aber das ist nur konsequent, wenn man sich schon auf das Spielchen mit der Popmusik einlässt. So machen Eskimo Joe wenigstens keine halben Sachen, zumal „Inshalla” am Ende gewiss nicht übertrieben poppig ist, wie vielleicht zu befürchten war. Dass dies so ist, wird z.B. durch eindringliche Songs wie „Falling for you“ und „Childhood behaviour“ – dem besten Track des Albums – herbeigeführt. Damit bringen Eskimo Joe unterm Strich ein sehr ausgewogenes viertes Album im Spannungsfeld zwischen Rock und Pop heraus, das trotz einer leichten Stilkorrektur unerwartet gut funktioniert.

Anspieltipps:

  • Please Elise
  • Foreign land
  • Morning light
  • Childhood behaviour
  • Losing friends over love

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