Black Robot - Black Robot - Cover
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Black Robot Black Robot


  • Label: Brightman Music
  • Laufzeit: 35 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Eigentlich hatte sich die US-amerikanische Alternative Rockband Buckcherry im Jahr 2002 nach zwei mehr oder weniger erfolgreichen Alben (das 1999er Debüt erhielt zumindest eine Gold-Auszeichnung in den Staaten) aufgelöst. Doch drei Jahre später taten sich Sänger Josh Todd und Gitarrist Keith Nelson mit drei neuen Musikern unter dem alten Bandnamen wieder zusammen und lieferten mit „15“ einen regelrechten Dauerbrenner in den US Billboard Charts ab, von dem mehr Einheiten verkauft wurden, als von den ersten beiden Buckcherry-Alben zusammen.

Die Singleauskopplung „Crazy bitch“ ging zudem weit über eine Millionen Mal über die Ladentische und bescherte den Hardrockern aus New York eine Grammy-Nominierung. 2½ Jahre später knackten Buckcherry mit „Black Butterfly“ (09/2008) zum ersten Mal die Top 10 der US-Album-Charts und können sich seitdem endgültig als etablierte Band im Rock-Sektor ansehen. Was das alles mit der Band und dem gleichnamigen Album „Black Robot“ zu tun hat? Nun, neben dem Detroiter Sänger Huck Johns bestehen die schwarzen Roboter aus den ehemaligen Buckcherry-Mitgliedern Yogi Lonich (Gitarre), Jonathan „JB” Brightman (Bass) und Devon Glenn (Drums), die sich nach langer Ankündigung mit einem vollwertigen Album in der Hardrockszene zurückmelden.

Gemeinsam mit dem Produzenten Dave Cobb (The Shys, Shooter Jennings, The Strays) haben die vier Black-Robot-Jungs ein wunderbar altmodisch klingendes Classic-Rock-Album mit Einflüssen von AC/DC („Badass“) über Aerosmith („In my car“), The Black Crowes („Momma don’t cry“) und Led Zeppelin („Love on a .45“) bis hin zu Eric Clapton, dessen Song „Cocaine“ in AC/DC-Manier gecovert wurde, zusammengestellt. Klar, für junge Hüpfer mag das nicht zwingend nach einem Pflichtkauf riechen, die Ü-30-Fraktion darf sich dagegen auf ein kerniges Stück Rockmusik freuen, das seine 70er-Jahre-Inspiration schamlos und authentisch auslebt. Damit ist die Schmach des letzten, doch recht schwachen Buckcherry-Albums von den Ex-Kollegen mit Macht ausgewetzt worden. Denn so schön haben Sänger und die Gitarren schon lange nicht mehr um die Wette geheult. Fazit: Ein Tipp, nicht nur für Nostalgiker.

Anspieltipps:

  • Baddass
  • Cocaine
  • Dissatisfaction
  • Stop the world
  • Momma don’t cry

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