The Cliks - Dirty King - Cover
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The Cliks Dirty King


  • Label: Neo/Tommy Boy
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach seinem Debütalbum „Snakehouse” (2007) begab sich das Trio The Cliks aus Toronto, Kanada auf eine über ein Jahr lang währende Tour, spielte u.a. im Vorprogramm von Cyndi Lauper und Ian Astbury und kommt nun mit seinem zweiten Werk „Dirty King“ um die Ecke. Darauf perfektionieren Lucas Silveira (Gesang, Gitarre, Keyboards), Jen Benton (Bass, Cello) und Morgan Doctor (Schlagzeug) ihren poppigen Rocksound und steuern damit in kommerziellere Fahrwasser, als am Anfang der Cliks-Karriere zu vermuten war.

Etwas anderes in Bezug auf den Gesang bei The Cliks vermutet wohl auch der geneigte CD-Käufer, der sich mit der Band (noch) nicht so gut auskennt. Denn Lucas Silveira gehörte mal dem weiblichen Geschlecht an, worauf optisch nicht mehr viel hindeutet. Nur die Stimme verrät noch ganz deutlich, dass hier eigentlich eine Mädchenband am Werk ist. Das ist natürlich auf den ersten Blick verwirrend, kann aber in Bezug auf die Musik getrost ausgeblendet werden. Diese stellt sich übrigens streckenweise als relativ düster und melancholisch heraus, wie Lucas Silveira in Verbindung mit den Texten erklärt: „I wrote the album coming from a really lonely place. It’s more about having risen out of the ashes, being on your feet, but constantly having to dodge people trying to knock you down.”

Abgesehen von ein paar nicht ganz so überzeugenden Songs wie „Love gun“, „We are the wolverines“ und „Falling overboard“ (die ausgerechnet das letzte Drittel des Albums ausmachen) beweisen The Cliks auf „Dirty King“, dass sie ein Händchen für feine Harmonien, eingängige Melodien und durchaus zupackende Riffs haben. Das Trio ist eine wirklich ungewöhnliche Band mit großem Potenzial. Deshalb gilt: Wenn es ulkige Combo wie Gossip auf die Titelblätter und zu einem Majordeal gebracht hat, warum nicht auch The Cliks?

Anspieltipps:

  • Emily
  • Henry
  • Haunted
  • Not your boy
  • Career suicide

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