Myriad Creatures - The Right Way To Do Wrong - Cover
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Myriad Creatures The Right Way To Do Wrong


  • Label: No Limits/Intergroove
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Die deutsche Hauptstadt Berlin übt seit jeher eine magische Anziehungskraft auf Künstler aller Art aus dem In- und Ausland aus. Auch vier junge Burschen aus London beschlossen vor 2½ Jahren nach Deutschland überzusiedeln, um sich von der Kunst- und Musikszene der Millionenstadt inspirieren zu lassen und ihre Karriere als Band voranzutreiben.

Als The Myriad Creatures machten sie bald das Berliner Nachtleben und die Clubs unsicher und ergatterten einen Verlags- und Managementdeal. Pläne, in ihre Heimat London zurückzukehren, wurden nach einem Jahr über den Haufen geworfen und wie es der Zufall wollte, lief man dem ebenfalls in Berlin ansässigen Kult-Produzenten Gordon Raphael (u.a. The Strokes, Skin, Super 700, Regina Spektor) über den Weg.

Unter seiner Mithilfe spielten Myriad Creatures ihr Debütalbum „The Right Way To Do Wrong” ein, auf dem sie mit traumwandlerischer Sicherheit die Melodieseligkeit der Kooks („Indier than you“, „That’s an order!!!“) und das Schrammelig-Rohe der Libertines („Final call“, „London, can you hear me?“) mit den rockigen Klängen der Strokes („Doktor Faustus“, „Don’t cut me down“) zu einem eigenen Sound verbinden, ohne dabei ihre britische Heimat zu verleugnen.

Diese Art von Gitarrenpop, bei dem die Melodien locker und leicht fließen und trotzdem immer eine gute Portion räudiger Indie-Rock vorhanden ist, bringen so wohl nur Briten zustande. Kein Wunder, dass die vier Wahl-Berliner das Genre mit einem herrlich augenzwinkernden Seitenhieb aufs Korn nehmen („Indier than you“) und ihr Heimweh auf ganz spezielle Weise äußern. Denn vielleicht, weil man in der Heimat von Myriad Creatures über den Schritt, nach Berlin umzuziehen, lacht, zahlen die Jungs es ihren Landsleuten in „London, can you hear me?“ heim. Rache ist eben süß und „The Right Way To Do Wrong” ein gutes Beispiel für ein starkes Debütalbum, auf das Deutschland stolz sein darf. Schließlich diente unsere Hauptstadt als Inspirationsquelle für vier junge Briten auf dem Weg in den Indie-Olymp.

Anspieltipps:

  • Sleeping dogs
  • Doktor Faustus
  • Ships in the night
  • That’s an order!!!
  • Don’t cut me down
  • London, can you hear me?

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