Sean Paul - Imperial Blaze - Cover
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Sean Paul Imperial Blaze


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 67 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Beats und Grooves zappeln und pumpen nervös um die Wette und werden nur selten von ruhigeren Klängen unterbrochen.

Der Name Sean Paul (36) zählt neben Shaggy zu den ersten Adressen im internationalen Dancehall/Reggae. Seine bisherigen Alben „Stage One“ (2000), „Dutty Rock“ (2003) und „The Trinity“ (2005) verkauften sich millionenfach, er hielt sowohl einen Grammy als auch einen American Music Award und nahm Songs zusammen mit Beyoncé, Rihanna, Fabolous, Brandy, 50 Cent, Carlos Santana und Busta Rhymes auf. Dabei erwies sich der Mann aus Kingston, Jamaika als veritabler Hitschreiber, der seinen Stil mühelos mit Pop, R&B und HipHop verbinden kann.

Das macht ihn umso interessanter, denn eine einstündige Dancehall-Beschallung ohne Abwechslung kann ganz schön anstrengend sein. Und in der Tat zielen die meisten Tracks auf seinem neuen Album „Imperial Blaze“ in Richtung Dancefloor, obwohl Sean Paul sein Image als Party-Beschaller eigentlich etwas korrigieren wollte. Doch das geschieht, wenn überhaupt, über seine Texte, die hier und da sozialkritische Themen wie Jugendkriminalität aufnehmen. Verpackt in die typischen Sean-Paul-Klänge verpuffen diese Botschaften aber ohne großen Nachhalt. Es ist also fast wie immer, wenn ein neues Album vom Dancehall-King auf dem Plan steht.

Die Beats und Grooves zappeln und pumpen nervös um die Wette („Lace it“) und werden nur selten von ruhigeren Klängen wie in „Pepperpot“ und „Hold my hand“ bzw. einem reinrassigen Reggae wie „Straight from my heart“ unterbrochen. Sean Paul kaut mit seinem jamaikanischen Akzent charmant auf den Wörtern herum und bringt mit seinen Rhythmen sämtliche Gliedmaßen zum zucken. Damit stehen die Zeichen auch heuer auf Sommer, Sonne, Strand und Party. Wäre ja auch noch schöner, wenn ein Party-Animal wie Sean Paul plötzlich auf Dr. Sommer machen würde. Also erwartet weder große Stil-Neuigkeiten noch besondere Ansprüche auf lyrischer Seite. Herr Paul steht für Party. Und das ist auch gut so!

Anspieltipps:

  • Lately
  • Pepperpot
  • Hold my hand
  • Straight from my heart
  • Now that I’ve got your love

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