Melanie Fiona - The Bridge - Cover
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Melanie Fiona The Bridge


  • Label: Republic/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Erstling von Melanie Fiona wird zurecht überall gelobt.

Die kanadische Metropole Toronto hat eine neue musikalische Hoffnung anzubieten: Melanie Fiona, Kanadierin südamerikanischer Herkunft, legt ihr Debütalbum vor und bekam vom Musikgigant Universal eine starke Produzenten-und Songschreibermannschaft angeführt von Andrea Martin (Leona Lewis) und Vada Nobles (Lauryn Hill) an die Seite gestellt. Nachdem sie 2008 mit Kanye West erfolgreich auf Tour war, bekam sie den ersehnten Majordeal. Wenn man die Stimme der 27-Jährigen vernimmt, bleiben Vergleiche nicht aus. Leona Lewis, Alicia Keys oder Amy Winehouse fallen einem spontan ein, aber es ist eindeutig ein eindrucksvolles Organ, welches im Gedächtnis bleibt und viele Varianten beherrscht.

Der musikalische Mix besteht aus Retro-Soul, R&B, HipHop, und Reggae sowie südamerikanischer Rhythmen, die gekonnt und sehr eingängig vermischt werden. Kritisch anmerken muss man aber, dass die Retro-Soulwelle doch schon vorbei zu sein scheint und auch einige Songs klingen wie schon einmal woanders gehört, da fehlt ein wenig die Eigenständigkeit und der rote Konzeptfaden, der die starke Stimme von Fiona aus der Masse hervorhebt. Allerdings kommt schon überdurchschnittliche Qualität aus den Boxen, die vor allem Gute Laune verbreitet: Der absolute Sixties- und Seventies-Retro-Track ist die erste Single „Give It To Me Right“, der ordentlich groovt genauso wie die Supremes-Gedächtnis-Nummern „Monday Morning“ und „Please Don't Go (Cry Baby)“, die den Tag spürbar erleichtern und die Sommerstimmung verbreiten.

Die Reggae-Track „Sad Songs“ katapultiert einen dann direkt in die Karibik und dann gibt es noch die mit südamerikanischen Gitarren getränkte Ballade „Teach Him“, die ebenfalls an Sonne und Meer erinnert. Bei „Johnny“ wird dann „HipHop trifft R&B“ gereicht, Scratches inklusive und eine andere musikalische Facette wird dargeboten, die Melanie Fiona nicht nur stimmlich nahezu mühelos umsetzt.

Der Erstling von Melanie Fiona wird zurecht gelobt. Sie hat eine einzigartige Stimme, die neben bewährtem Retro-Soul auch die aktuelle R&B- und HipHop-Musik beherrscht und vielleicht trauen die Produzenten sich beim nächsten Werk ein wenig mehr, um sie neben den vielen anderen Sängerinnen im Genre besser zu positionieren oder geben ihr ein eigenes musikalisches Profil, welches der Qualität ihrer Stimme noch mehr gerecht wird.

Anspieltipps:

  • Give It To Me Right
  • Monday Morning
  • Sad Songs

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