Marit Larsen - If A Song Could Get Me You - Cover
Große Ansicht

Marit Larsen If A Song Could Get Me You


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 46 Minuten
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Zwischen Mitte der 90er Jahre und 2002 war die Norwegerin Marit Larsen (25) ein Teil des weltweit erfolgreichen Pop-Duos M2M, das mehr als zwei Millionen Tonträger verkauften konnte, wovon in Deutschland so gut wie keine über die Ladentische gingen. Warum weiß eigentlich keiner so genau. Aber egal. Dafür lief es in den USA und Japan besser. Und damit kann man ja auch leben. Inzwischen ist Marit Larsen solo in der Songwriter-Pop-Abteilung unterwegs und damit in ihrer norwegischen Heimat nicht minder erfolgreich.

Da müsste es doch mit dem Teufel zugehen, wenn die 25-Jährige nicht auch auf dem hiesigen Markt in der Lenka- und Maria-Mena-Schublade platziert werden könnte. Aus diesem Grund hat Larsens Plattenfirma aus den bisher erschienenen Alben eine Quasi-Best-Of-Sammlung kompiliert, mit der nun die Plattenkäufer außerhalb Norwegens erobert werden sollen. Und das könnte durchaus gelingen, da die Songs der Norwegerin, wie man so schön sagt, Hitpotenzial besitzen. Es gibt keine Melodie, die nicht auf Anhieb ins Ohr geht und sich mit Wohlklang im Gedächtnis festsetzt. Dazu zirpen Streicher und akustische Gitarren geben zur Pianobegleitung ihr Stelldichein. Ab und zu tauchen auch eine Mandoline oder ein Banjo auf und mit Glockenspiel, Zither und Mundharmonika wird der Eindruck von handgemachter Musik verstärkt, selbst wenn sich der Sound nicht selten in Breitwand-Pop-Regionen tummelt.

Auf den ersten Blick ergibt dies tatsächlich ein rundes Bild, doch wer sich schon früher an der Harmlosigkeit und den putzigen Mädchenstimmen oben genannter Künstlerinnen gestört hat, wird auch mit der Musik von Marit Larsen keinen großen Fang machen. Denn dazu liefert die Sängerin einfach zu wenige Widerhaken und Merkmale, die ihre Songs von der breiten Masse unterscheiden. So lässt der anfängliche gute Eindruck mit gelungenen Songs wie „Don’t save me“, „Under the surface“, „If a song could get me you” und „Only a fool“ immer mehr nach und das Ergebnis klingt mit zunehmender Spieldauer austauschbarer und gesichtsloser. Darunter leidet der Spaß an diesem Album natürlich erheblich, so dass am Ende doch die Frage auftaucht, ob es mit dem Durchbruch von Frau Larsen bei uns wirklich klappen kann.

Anspieltipps:

  • Is it love
  • Don’t save me
  • Under the surface
  • I’ve heard your love songs
  • If a song could get me you

Neue Kritiken im Genre „Songwriter-Pop“
5.5/10

Glück
  • 2019    
Diskutiere über „Marit Larsen“
comments powered by Disqus