Panic Channel - The Last - Cover
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Panic Channel The Last


  • Label: CLJ Records/ALIVE
  • Laufzeit: 74 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
7.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Zwei Bands in einer, dass gibt es nicht oft. Im Falle von Panic Channel/Panic * Ch stimmt es aber. Während bei Panic Channel eher die Metalfreunde zu ihrem Recht kommen sollen, richtet sich Panic * Ch an den Party-Rockfan. Nun also ist das Europa-Debüt der Band(s) bei CLJ Records erschienen, das eine Art Best-Of mit allen Hits seit Gründung 2003 beinhaltet. Die spannende Frage: Kann das Bandkonzept mit zwei Bands in einer bestehen ?

„One, two , three, four“ schallt es voller Energie zu Beginn aus dem Lautsprecher und „SPARKING“ geht auch ohne große Umschweife direkt aufs Ganze. Entgegen der Bandankündigung ist hier aber weder Rock, noch Metal vorherrschend, das sehr lebhafte Stück erinnert eher an 70er-Jahre-Punk, allerdings ohne ausschließlich die klassischen drei Akkorde zu nutzen.

„Pink Cherry“ beginnt wiederum punkig, entpuppt sich dann aber als eingängiges Rock-Partylied , hier und da sogar mit Reggae-Sprengseln. Schon nach zwei Liedern merkt man also, dass man es mit einer Band zu tun hat, die sich nicht in ein gängiges Musikgenre einquetschen lässt. Dabei kommt ihnen auch zugute, dass die Bandmitglieder Meguro, Kana, Mayo, kiri und KYO-YA allesamt ihre Instrumente hervorragend beherrschen. Weiter geht es mit der musikalischen Wundertüte. „Esa“ mischt 70er-Jahre-Rock, Reggae, Ska und auch Slipknot scheinen am Ende vorbeizuschauen. Abgesehen von fast poppigen Liedern wie „EMERALD„ mit einem wunderschönen Klavier-Intro, ist damit das musikalische Spektrum von Panic * Ch umrissen, Hörer die offen für verschiedene Stile sind, werden auf jeden Fall mit dem Teil des Bandkonzepts ihre Freude haben.

Mit „Zassou ~Be awake~“ wird Panic Channel eingeführt. Freunde von Nu Metal werden hier bedient, denn Rap, Metal und ruhige Parts werden hier bunt gemischt. Die größte Überraschung gelingt hier Sänger Meguro. Hatte man sich an seine dunkle, sanfte Stimme gewöhnt, schreit er sich hier in den Metalparts die Seele aus dem Leib als ob er gefoltert wird. In ähnliche Richtung, allerdings etwas funkiger, geht auch „One´s life“. Fraglich, ob es hier um ein Gimmick handelt oder ob sich die Band nicht entscheiden konnte, als wer sie auftreten sollen. Korn und Slipknot scheinen hingegen bei „Together“ Pate gestanden zu haben, allerdings steckt die Spielfreude hier so richtig an und bei den gesungenen Parts ist es schwer die Füße still zu halten.

Äußerst gewöhnungsbedürftig dürfte der Stilmix bei „Kodokou Mousou“ sein. Hier pendelt man zwischen Thrash Metal und Disco-Rockparty. Einmal reingehört, entdeckt man kleine Feinheiten, die das Lied komplexer werden lassen. Auch bei Panic Channel muss man der Band attestieren, dass sie als einzelne Band sehr gut harmonieren. Die verschiedenen Metalspielarten zwischen Nu Metal, 70er-Jahre-Hardrock und Thrash beherrschen sie perfekt. Stellenweise mag man kaum glauben, dass die Musiker beider Bands dieselben sind. Inwieweit das Konzept aufgeht ist eine schwierige Sache. Einerseits sind beide Bands musikalisch hervorragend, machen Stimmung und laden zur Party ein, andererseits dürfte das sehr breite musikalische Spektrum versammelt auf einer CD Hörer, die nicht unbedingt offen für alles sind, abschrecken. Ein sehr starkes Debüt!

Anspieltipps:

  • pink cherry
  • together
  • Kodokou Mousou
  • jewel

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