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Fact Fact


  • Label: Vagrant Records
  • Laufzeit: 50 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Die japanische Band Fact begann ihre Karriere vor zehn Jahren im Hardcore-Metal-Sektor, entdeckte aber schnell weitere Einflüsse für sich, die in einen einzigartigen Gesamtsound verwoben wurden. Denn Fact hatten sich als Ziel gesetzt, wie keine andere Hardcore-Band auf dieser Welt zu klingen, weshalb sie verschiedene Puzzleteile aus Punkrock, Thrash Metal, Emocore, Electro-, Ambient und Dance-Pop miteinander kombinierten.

Um sich überhaupt irgendwie vorstellen zu können, wie Fact klingen, ließe sich eventuell eine stilistische Verzahnung von Fall Out Boy und Enter Shikari heranziehen, wären da nicht die immer wiederkehrenden Old-School-Thrash-Metal-Elemente, mit denen sich Fact von allzu kommerziellen Pfaden abgrenzen. Nachzuhören ist dies auf dem im Mai 2008 aufgenommenen Debütalbum „Fact“, das gleich 16 Beispiele für den unglaublichen Klangkosmos der Japaner präsentiert.

Zum ersten Mal arbeiteten die fünf á la Slipknot maskierten Jungs (Hiro, Tomohiro, Kazuki, Takahiro, Eiji) unter regulären Studiobedingungen mit einem bekannten Produzenten – und zwar Michael „Elvis“ Baskette (u.a. Saliva, Static-X, Iggy Pop, Limp Bizkit, Puddle Of Mudd, Alter Bridge) – und ließen ihre Songs von keinem geringeren als Chris Lord-Alge (My Chemical Romance, Green Day, Daughtry, Dave Matthews Band) abmischen. Herausgekommen ist ein irres Sammelsurium aus hochmelodischen Tracks mit Screamo-Parts („Los Angels“, „Rise“), poppigen Melodien („A fact of life“), wüstem Thrash-Geschrote („Chain“, „Reborn“, „Purple eyes“), großen Rockhymnen („Lights of vein“, „Stretch my arms“), netten Akustikballaden („45 days“) und reichlich verrückten Instrumentals („Co-3“, „1-2“). Wilder geht’s kaum!

Als normalen J-Rock lässt das nicht bezeichnen, was Fact auf ihrem Debüt präsentieren. Hier wird stilistisch alles durcheinander gekloppt und wirklich jeder, vom Emo-Girly bis zum Metalfreak, bedient. Das macht durchaus Spaß, kann aber auch zu bösen Kopfschmerzen führen. Ganz klar, die spinnen, die Japaner.

Anspieltipps:

  • Co-3
  • Paradox
  • A fact of life
  • Lights of vein
  • Stretch my arms

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