Noiseshaper - Satellite City - Cover
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Noiseshaper Satellite City


  • Label: Groove Attack
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Pioniere des Dub sind zurück! Noiseshaper geben wieder ordentlich Gas, nach nun gut zehnjährigem Bestehen. Die Ausnahmestellung im Nischengenre wurde nicht zuletzt durch die Dub Pistols angefochten, doch dieser Angriff soll nun solide abgewehrt werden. Dafür wurden wieder jede Menge Gäste eingeladen und zehn Lieder erstellt, die in den Clubs für gehörig Bewegung sorgen sollen. Die Vergangenheit der deutschen Produktion ist durchgängig positiv und auch die neue Single „Big Shot“, der Opener von Satellite City, wird als perfekte Reggae/Pop-Mischung angepriesen.

Tatsächlich funktioniert der Song sehr gut und erinnert an einen Bobby McFerinn, der noch mal neu ins Studio geht. Allerdings fällt bei diesem guten ersten Eindruck auch auf, dass die Halbwertszeit des Tracks nicht allzu groß ist. Er darf zwar immer wieder im Hintergrund laufen, aber als Alleinunterhalter ist der Song überfordert. Da funktioniert das sphärische „Satellite City“ um Einiges besser. Der Track könnte glatt von Damon Albarn und seinem Nebenprojekt, den Gorillaz, stammen (nicht zuletzt aufgrund der Harmonika). Hier wird mehr auf Clubtanzfläche abgezielt, als auf Radiosingle. Da fühlen sich Noiseshaper auch gleich wohler, wie auch das folgende „We Rock It“ beweist. Dub und Reggae für den Dancefloor. So und nicht anders muss es sein. Hier ist gute Unterhaltung garantiert.

„As Long As It Takes“, wie auch die folgenden Lieder, tun sich wirklich schwer, die Ausstrahlung der Tanznummern nachzuahmen. Zwar wirken die Lieder authentisch und entbehren sich (großteils) klischeehafter Arrangements, doch irgendwie fehlt es teilweise an dem Zug, den der Titeltrack mit seiner besonderen Strahlung ausmacht. Sobald ein klarer Rhythmus vorhanden ist, der zum Tanzen einlädt, steigt die Stimmung, ansonsten wird entspannt. Das Rezept der deutschen Südseesoundmacher geht voll auf. Allein der Neuheitsfaktor fehlt, denn wenngleich dieses Genre nicht tagtäglich bearbeitet wird, hört sich der Sound nicht nach etwas Neuem an und so verbeugt man sich mehr oder weniger vor sich selbst und hat sich nicht wirklich weiterentwickelt. So empfiehlt sich diese LP als Update für alle Dub-Fans. Wer etwas Neues haben wollte, ist allerdings fehl am Platz.

Anspieltipps:

  • Satellite City
  • We Rock It
  • Universal

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