Pinboys - Simple Art - Cover
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Pinboys Simple Art


  • Label: Iceberg Records
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Nicht ganz 2½ Jahre nach ihrem Longplaydebüt „Teenage Wasteland” (04/2007) und Support-Shows für Billy Talent, Millencolin und Fall Out Boy, melden sich die „neuen“ Pinboys Jakob Thalund Möller (Bass), Simon Kalmar Poulsen (Gitarre, Gesang), Emil Johnsen (Drums) sowie Anne Kalstrup (Gesang) mit Album Nummer zwei, „Simple Art”, zurück. Doch beinahe hätte es dieses Werk gar nicht gegeben.

Was für die dänischen Pop-Punker aus Aarhus mit Gründung im September 2002, zwei EPs und ihrem ersten Studioalbum so schön angefangen hatte, sollte auch auf dem Zweitwerk seine Fortsetzung finden. Aber das stellte sich als nicht so leicht heraus. Das Songwriting gestaltete sich schwierig und der bereits nach den Aufnahmen des Debüts ausgestiegene Gitarrist Bo Talstrup Jensen musste durch Simon Kalmar Poulsen ersetzt werden. Danach verließ Drummer Anders Johnsen von Tinnitus geplagt die Band und wurde seinen Bruder Emil ersetzt.

Im Sommer 2008 konnte es endlich ins Studio gehen, wo die Pinboys zusammen mit dem ehemalige Hatesphere-Sänger Jakob Bredahl und Dan Hougesen (Dúne, The Blue Van) auf dem Produzentensessel elf Songs einspielten. Mit dieser Mischung aus einem Pop- und einem Metal-Produzenten, haben die Pinboys einen entscheidenden Schachzug getätigt, um den spritzigen Pop-Punk-Sound ihres Debütalbums auf das nächst höhere Level zu heben. So duellieren sich in „Hey man“ scharfe Gitarrenriffs mit Bläsern und Ska-Rhythmen, „You... my everything“ ist ein aufgeregt-dramatischer „Lovesong“, der dem Hörer mit seinem aggressiven Refrain der Kitt von der Brille bläst, „Crashing cars“ ist eine herzerweichende Akustikballade mit mehrstimmigem Gesang und „Murder“ ist der Britney-Spears-Song des Albums, mit schneidigen Rock-Gitarren und dezent verfremdetem Gesang von Anne Kalstrup.

„I can’t take it anymore“ vereint zum Schluss vielleicht am besten die beiden Welten aus Pop und Punkrock zum typischen Pinboys-Sound, der auf Album Nummer zwei noch einen Tick eingängiger und poppiger ausgefallen ist und auf absehbare Zeit durchaus eine Option für eine Major-Veröffentlichung darstellen könnte.

Anspieltipps:

  • Liar
  • Hey man
  • Crashing cars
  • My sweet sixteen

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