Mew - No More Stories Are Told Today I'm Sorry They Washed Away No More Stories The World Is Grey I'm Tired Let's Wash Away - Cover
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Mew No More Stories Are Told Today I'm Sorry They Washed Away No More Stories The World Is Grey I'm Tired Let's Wash Away


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 55 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
7.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Dänen Jonas Bjerre, Bo Madsen und Silas Utke Graae Jørgensen konnten unter dem Bandnamen Mew mit ihrem vierten Album „And The Glass Handed Kites“ (2005) jede Menge Staub aufwirbeln und mit ihrer spannungsgeladenen Interpretation von vertracktem, doch stets zugänglichem Indie-Pop die Herzen erreichen. Ihr voriges Album „Frengers“ (2003) war ebenso eine kleine Offenbarung, was umso verwunderlicher ist, denn es handelte es sich dabei „nur“ um neu aufgenommene Songs von den ersten beiden Alben. Erwartungen sind also sicherlich zu genüge vorhanden, wenn man an das neue Werk „No More Stories Are Told Today, I´m Sorry They Washed Away. No More Stories, The World Is Grey, I´m Tired, Let´s Wash Away“ denkt.

Unter der Regie von Produzent Rich Costey (Glasvegas, Muse, Nine Inch Nails) ist ein Longplayer entstanden, dem man bereits nach dem ersten Hördurchlauf einiges abgewinnen kann und seine persönlichen Hits findet, doch „No More Stories...“ bietet noch viel mehr unter der Oberfläche, wie seltene Instrumente (z. B. ein Marxophone aus den Fünfziger Jahren und eine Marimba), feingliedrige Percussions und als Gäste die 88-jährige Avantgarde-Sängerin Mari Helgerlikova sowie ein Kinderchor der ehemaligen Schule der drei Mew-Herren.

Mit eng verwobenen, in die Länge gezogenen Effekten ist der Opener „New Terrain“ ein psychedelischer Brocken, der mit lieblichen Streichern zum Ende hin wieder versöhnt. „Introducing Palace Players“ zieht dann gekonnt alle Register des Mew-Universums, pendelt zwischen zurückhaltendem Midtempo-Ohrwurm mit engelsgleichem Gesang, Rhythmus-Spielereien und der großen Rock-Oper-Geste, die hymnisch den Track beschließt. Fantastisch auch, wie Mew den gradlinigeren Weg gehen und dabei in drei Minuten träumerischen, mit Synthesizer und prägnantem Refrain verzierten Indie-Pop der zeitlosen Variante präsentieren („Beach“ & „Repeaterbeater“). Immer wieder verzaubern die Piano-Sounds, der hohe Gesang von Jonas Bjerre und Tempowechsel, so dass die Platte, auch dank der Interludes, immer wieder an Fahrt aufnimmt und die wunderbar entrückte, doch auch poppige Ausstrahlung nicht verliert.

Anspieltipps:

  • Beach
  • Cartoons And Macramé Wounds
  • Hawaii
  • Sometimes Life Isn´t Easy

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