Felix  Da Housecat - He Was King - Cover
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Felix Da Housecat He Was King


  • Label: Nettwerk/SOULFOOD
  • Laufzeit: 48 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Felix Stallings alias Felix Da Housecat schert sich wieder einmal nicht um die Grenzen von Electro, Electroclash, House, R´n´B sowie Pop und fährt mit „He Was King“ sein bereits zehntes Album auf. Vor allem ist er durch Club-Hits wie „Silver Screen“ und „Ready To Wear“ bekannt geworden, prägte das Aufkommen des Electroclash und war doch immer ein Künstler, der auf Albumlänge zu überzeugen wusste. Felix Da Housecats Musik pendelt zwischen Kopf und Bein, sorgt für Club-Kracher, wie das neue, bereits von Soulwax, Boys Noize und Erol Alkan aufgelegte „Kickdrum“ und genau so für warme Sounds samt Pop-Appeal, die im Wohnzimmer auf Dauer-Rotation laufen. Diese Elemente, „Futter“ für den Dancefloor einerseits und andererseits harmonischer, zeitgemäßer Electro-Pop, erstrahlen auf „He Was King“ und machen daraus ein ungemein stimmiges, bewegendes Stück elektronischer Musik, die auch nach mehreren Hördurchläufen nichts an Anziehungskraft einbüßt.

Abwechslungsreich und dennoch bestens unter dem Oberbegriff Electro-Pop zusammengefasst, serviert uns der große Prince-Fan gleich als Opener die Hommage an seinen Helden. „We All Wanna Be Prince“ beinhaltet ausschließlich Passagen aus Prince-Lyrics und ist musikalisch so simpel und straight wie Gute Laune in Perfektion. Gradlinige Beats werden um filigrane Synthesizer-Sounds angereichert und erfahren ihre Vollendung in gepitchten Vocals vom Meister persönlich. Ungleich verschrobener ist das bereits besagte „Kickdrum“, welches mit verschiedensten, verstörenden Sounds spielt, von einem lauernden Beat untermalt wird und zeigt, welch großartige Dynamik durch modifizierende Effekte entstehen kann.

Natürlich denkt man bei gradlinigen Electro-Pop-Hymnen wie „Do We Move Your World“ (nach eigenen Aussagen stark von The Human League inspiriert) und „We“ an die Achtziger, jedoch ist kein Hauch von rückwärts gewandter Kopie zu spüren. Viel mehr sind die Sounds stets kreativ, verspielt und gehen eigene Wege. Jeder Song besitzt seine Stärke, die variantenreich von klar strukturiertem Synthie-Pop über psychedelische, verzerrte Sounds und vertrackte Electro-Spielereien bis hin zu Live-Bass sowie -Gitarre bei „Turn Me On A Summer Smile“ reicht. Gastsängerin Nesh, die mit einer Girl-Band namens Red sogar als Support von Bryan Adams tourte, macht mit ihren seelenvollen Vocals die träumerische, sehnsüchtige Note von „I Was King“ aus und ist deutlich mehr als eine schlichte Ergänzung auf dem überaus gelungenen Longplayer. Felix Da Housecat meldet sich somit in bester Verfassung zurück und macht deutlich, wie genial er Club-Musik und Pop kombinieren kann, so dass das Album einem immer wieder ein zufriedenes Lächeln auf die Lippen zaubert.

Anspieltipps:

  • We All Wanna Be Prince
  • Kickdrum
  • Spank U Very Much
  • Turn Me On A Summer Smile

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