Whitney Houston - I Look To You - Cover
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Whitney Houston I Look To You


  • Label: Arista/Sony Music
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Album serviert eine perfekte Produktion und viel Abwechslung.

Vor sieben Jahren veröffentlichte Whitney Houston noch mit Ehemann Bobby Brown ihr Werk „Just Whitney“. Das Album erreichte die unglaublichen Verkaufszahlen der Vergangenheit nicht und danach war eine lange Pause angesagt. Pause ist dabei der falsche Begriff, denn Whitney Houston und Bobby Brown waren regelmäßig in den Schlagzeilen: Drogen, Gewalt und Bilder, die man einfach von dieser Sängerin mit der einzigartigen Stimme nicht sehen wollte, wechselten nahezu täglich. Die überfällige Trennung von Brown folgte dann und nun startet sie ein Comeback, welches unter starkem Medienrummel erfolgversprechend anläuft.

Der bekannte Produzent Clive Davis nahm sich ihrer erneut an und diesmal komponierte Whitney auch bei zwei Tracks mit. Doch wie auch in der Vergangenheit erledigen die Arrangements hauptsächlich die namhaften Songschreiber, die Davies verpflichtete: Alicia Keys, R.Kelly, Swizz Beatz, Akon und Stargate stellen die Stararmada, die Whitney musikalisch unterstützt. Die Stimme der Sängerin stand immer im Mittelpunkt und auch heute ist das so, aber da hat sich was getan: Als mahnendes Beispiel gegen Drogenmissbrauch taugt Whitney Houston schon, denn ihre Stimme ist dunkler, rauer und nicht mehr so dominant wie früher und das hat sie wohl ihrem nicht zur Nachahmung empfohlenen Lebensstil zu verdanken.

Das Album serviert eine perfekte Produktion und viel Abwechslung: R&B-Nummern, Club-Perlen (Dance-Pop) und natürlich Balladen werden gereicht und dabei fällt auf, dass die neue Stimme von Whitney durchaus immer noch überdurchschnittlich klingt und ebenso gekonnt Gefühle transportiert. Man spürt eine melancholische und gleichzeitig entspannende Stimmung, die über den Songs thront. Der Opener „Million Dollar“ stammt aus der Feder von Sängerin Alicia Keys, die eine sehr gute Arbeit abliefert: Schwungvoll und tanzbar gibt sie Whitney die Chance, an frühere Dance-Songs anzuknüpfen und wenn das kein Hit wird, stimmt was nicht: Ein sehr fröhlicher Track, der herausragt und an den die anderen Songs qualitativ nicht herankommen. Die Balladen „I look to you“ oder „I Didn't Know My Own Strength“ geben der neuen Stimme von Whitney die Chance sich zu beweisen und die Qualität und die Emotion stimmen durchaus.

Als Comeback überzeugt der Silberling mit Sicherheit, doch auch wenn die Produktion auf der Höhe der Zeit ist, kann man die Zeit nicht zurückdrehen. Whitney is back, aber sie klingt eindeutig anders, musikalisch bleibt sie beim bewährtem R&B und Soul sowie einer Portion Dancepop.

Anspieltipps:

  • Million Dollar Bill
  • I Didn't Know My Own Strength
  • Like i never left

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