Grief Of War - Worship - Cover
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Grief Of War Worship


  • Label: Prosthetic Records
  • Laufzeit: 43 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Direkt aus Tokio, Japan prügelt sich das hartmetallische Trio Grief Of War (Sänger und Bassist Manabu Hiros, die Gitarristen Ken Sato und Hiroyuki Inoue sowie diverse Studio-Drummer) mit einer Musik namens „Samurai Crunch“ in unsere Ohren. Die Band gründete sich im Jahr 2002, legte drei Jahre später ihr Debütalbum mit dem reichlich umständlichen Titel „A Mounting Crisis... As Their Fury Got Released“ vor und mit „Worship” folgt nun das Zweitwerk, für das es – man höre und staune – noch keinen Veröffentlichungstermin in der japanischen Heimat gibt, obwohl es in den USA schon seit einem Jahr auf dem Markt ist.

Unsereins kommt via Prosthetic Records in den Genuss der japanischen Thrash-Metal-Variante, die nur selten modern klingt und deshalb das Etikett „Old School“ verdient. Entsprechend liegt die Geschwindigkeit fast immer im oberen Bereich (ein paar Breaks hier und da bestätigen die Ausnahme), während die beiden Gitarristen plus „Gaststar“ Shane Gibson (der Live-Support-Gitarrist von Korn), der ein Solo zu „Into the void“ beisteuert, Riff um Riff herunter schrubben.

Das lärmt zwar schön, ist aber auf Dauer zu eindimensional veranlagt und qualitativ in keiner Weise mit den Thrash-Größen der 80er Jahre in den USA (u.a. Slayer, Anthrax, Voivod) oder Deutschland (u.a. Kreator, Sodom, Tankard) zu vergleichen. Diese haben sich ihren Kultstatus zwar auch nicht von jetzt auf gleich erarbeitet und dilettierten am Anfang ihrer Karriere mitunter ziemlich herum, womit Grief Of War gewiss kein Problem haben. Technisch ist auf „Worship“ alles blitzsauber produziert. Die Japaner schaffen es nur nicht, den Hörer mit ihren Songs mitzureißen. Dazu klingen die Songs im Aufbau zu ähnlich und der Sänger mit seinem heiseren Bellen zu beliebig. Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Gebt den Japanern nur etwas Zeit zum üben. Einen festen Drummer sollen sie ja mittlerweile haben.

Anspieltipps:

  • Revolt
  • Worship
  • Built my brain
  • Crack of doom

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