Amanda Blank - I Love You - Cover
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Amanda Blank I Love You


  • Label: Cooperative/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 33 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

In Philadelphia wächst und gedeiht eine beachtliche musikalische Szene: Spankrock, M.I.A., Santigold und DJ Diplo musizieren schon länger munter drauflos und jetzt taucht Amanda Blank auf der Bildfläche auf. Nachdem sie 2006 auf dem Longplayer von Spankrock erstmals einen Song rappte, bekam sie nun die Chance auf Albumlänge ihr Können zu beweisen. Mit David Sitek von „TV on the Radio“ kam neben den Genannten ein bekannter Produzent dazu und Amanda Blank legte los. Textlich zwischen sehr offenherzig, allerdings mit Ironie, und alltäglichem hin-und her schwenkend komponierte Miss Blank bei allen Tracks außer dem Prince-Cover „Make up“ mit.

Fast alle Protagonisten der Philly-Szene besitzen eine Gemeinsamkeit: Sie möchten einfach nicht auf ein Genre festgelegt werden, da macht auch Amanda Blank keine Ausnahme:Bei „I love You“ nahm sie sich LL Cool J „I need you“ und Santigolds „I'm a lady“ vor und mischte diese munter durcheinander, herausgekommen ist dabei ein echt guter Elektro-HipHop-Popsong, der eindeutige Hitqualitäten aufweist. Da wird mir „Make it, take it“ rockiger New Wave gepaart mit dem schnellen Rap aufgeboten und bei „Something bigger, something better“ ein schwer funkiges Rap-Etwas zu erschaffen. Der elektronische Anteil und das offensichtliche HipHop-Element auf diesem Silberling, der leider nur 33 Minuten kurz ist, überwiegt eindeutig und macht das ganze clubtauglich.

Die Produzenten glänzen mit ungewöhnlich klingenden Beats, von futuristisch bis groovig ist alles dabei, die frischen Wind ins Genre blasen. Der Rap von Amanda Blank knallt dazu meist pfeilschnell aus den Boxen, beim letzten Track „Leaving you behind“ lässt sie es langsamer angehen und präsentiert ein überraschendes „Chill-Out“-Ende, die zehn anderen Songs tendieren eher zu absolut tanzbaren Club-Ohrwürmern. Es gibt sicher noch Luft nach oben, aber der abwechslungsreiche Stilmix lässt dieses Debüt schon aus der Veröffentlichungsflut hervorstechen und nährt die Hoffnung, eine neue weiße weibliche Rap-Hoffnung zukünftig öfter zu hören.

Anspieltipps:

  • Make It, Take It
  • Something Bigger, Something Better
  • I love you

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