Intwine - Kingdom Of Contradiction - Cover
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Intwine Kingdom Of Contradiction


  • Label: Tiefdruck/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 64 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn man in den Niederlanden eine gefeierte Band ist, heißt das nicht, dass einen im übrigen Europa oder eben hier in Deutschland überhaupt jemand kennt. Dafür ist das Land einfach zu klein. Die Rockband Intwine versucht mit den 16 Songs auf „Kingdom Of Contradiction“ den Fuß in die Tür zur europäischen Musikwelt zu bekommen und vermischt dabei ältere und neue Songs, da die Band in Holland schon drei Alben veröffentlicht haben.

Das Line-Up wechselte schon mehrfach und nun stehen Sänger Roger Peterson, die Gitarristen Jacob Streefkerk und Jon Symons, Bassist Pablo Penton und Drummer Eric Spring in 't Veld auf der Rockbühne. Einen ersten Hit verbuchten sie mit „Cruel Man“, der sogar in der Türkei Platz eins belegte und der auf dieser neuen Scheibe auch zu finden ist. Musikalisch bewegen sich Intwine in härteren Rockgefilden, die dem Grunge streifen und relativ eingängigen Crossover-Rock á la Incubus mit einer winzigen Prise jamaikanischen Tönen inklusive Rapeinlagen präsentieren. Einzige Coverversion ist „Walking on the moon“ mit Gastsängerin Sarah Bettens, welches eine waschechte Ballade frei nach Police darstellt, die hier als eine recht eigenständige Interpretation durchgeht.

Der Sänger Peterson agiert bei diesem Song ohne elektronische Spielereien wie Verzerrer, die leider bei den anderen Songs allzu oft eingesetzt werden und manchen dabei ruinieren. Oft zieht er die Silben etwas zu sehr und „knödelt“ dann unüberhörbar. Es fällt schwer, ein positives Urteil über Intwine zu fällen, denn einige Tracks wie „Solo“ oder „Cruel man“ besitzen Potenzial, aber die Masse der Songs klingen eher wie Incubus- oder auch Pearl-Jam-Kopien, die die Welt nicht braucht und hier eben einfach nur Durchschnitt darstellen. Sicherlich sollte man dem Silberling mehrere Hördurchgänge gönnen, damit man doch noch einige annehmbare Songs erkennt, was aber am Gesamturteil leider nichts ändert.

Anspieltipps:

  • Solo
  • Cruel Man
  • Sleeping in Silence

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