Linkwork - Locked - Cover
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Linkwork Locked


  • Label: This World/ROUGH TRADE
  • Laufzeit: 40 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach ihrem sehr gelungenen Debütalbum „Down The Drain” melden sich die rheinischen Punkrocker von Linkwork mit ihrem Zweitwerk „Locked“ zurück. Vier Jahre sind seitdem vergangen. Eine extrem lange Zeit für eine Newcomer-Band, die gerade versucht, den Fuß in die Musik-Business-Türe zu bekommen. Aber bei Linkwork gehen die Uhren eben anders, schließlich dauerte es von der Bandgründung im Jahr 1995 bis zur Veröffentlichung ihres Debüts auch schon geschlagene zehn Jahre.

Nach dem spritzigen „Down The Drain” (08/2005) lassen es André Küpry (Gesang, Gitarre), Thomas Rowecki (Drums), Jörn Vogler (Bass) und Neuzugang Daniel Damson (Gitarre) deutlich weniger poppig als auf ihrem ersten Longplayer angehen und legen dafür lieber eine Schippe mit metallischen Einflüssen drauf. Diese dezente Stilkorrektur wirkt sich hörbar zulasten der Eingängigkeit aus, was die Velberter auch nicht mit der dazu gewonnenen Härte kompensieren können.

Linkwork arbeiten sich auf „Locked“ durch zehn von Lobo Panic (u.a. Circle Of Grin, Luke, Earth Flight) produzierte Songs, die rau und leider auch etwas schwachbrüstig klingen. Das ist schade, aber die Produktion von Lobo Panic, der als Toningenieur von Guido Lucas (Donots, Blackmail, Ulme, Urlaub in Polen) arbeitet, der wiederum den „Locked“-Vorgänger produzierte, kommt nicht an den Sound von „Down The Drain” heran. Dabei hat Lobo Panic diesen höchstselbst abgemischt. Das ist zwar komisch, aber nicht ausschlaggebend.

Die Enttäuschung über „Locked“ begründet sich vielmehr am schwachen Songmaterial, mit dem kein Blumentopf zu gewinnen ist. Zwar blitzt hin und wieder ein tolles Riff auf, doch das alleine reicht natürlich nicht. Denn was nützt ein cooles Gitarrenriff, wenn in den drei Minuten darum nichts passiert? Bitter, aber wahr: Mit dieser Veröffentlichung gehen Linkwork drei Stufen zurück, gehen nicht über Los und ziehen keine Kohle ein.

Anspieltipps:

  • Little L
  • Care a lot
  • Death of me

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