The Quireboys - Live In London - Cover
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The Quireboys Live In London


  • Label: DR2 Records
  • Laufzeit: 50 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Man stelle sich AC/DC ohne ihre besonderen Melodien vor. Also eigentlich nur laute Gitarrenriffs, jede Menge Energie und mehr Geschrei als Gesang. Spätestens seit dem letzten Album der Altrocker weiß man, dass sie auch zu schwächeren Songs fähig sind und eine ganze Sammlung eben solcher Mittelmaßmusik aus dem Hardcore-Genre liefern uns die Quireboys. Natürlich ist die seit 1984 bestehende Band eine echte britische Rockinstitution und „Live In London“ ist somit ein echtes Heimspiel für die Männer. Allerdings hilft keine DVD mit gut gelaunter Band und amüsierten Fans, um darüber hinwegzutäuschen, dass die Songauswahl nicht sehr abwechslungsreich ist. Versuchen wir das Einerlei zu differenzieren.

Es geht brav mit einer rockigen Begrüßung los und dann nimmt das Unheil auch schon seinen Lauf. „C'Mon“ lockt niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Natürlich macht den Zuschauern die Show Spaß doch gerade als unbeteiligter Zuschauer/Zuhörer an Anlage und Fernsehgerät wird man von der sehr gleich bleibenden Stimmung der Musik nicht wirklich mitgerissen. Erst „Show Me What Ya' Got“ schafft es bewusst eine neue Ebene hinzu zu fügen. Dann gibt es noch eine Ballade („I Don't Love You Anymore“) und einen ausladenden Rocker in Form von „Whippin' Boy“ die als erwähnenswert befunden werden können. Hier gibt es noch einmal einen Hauch Abwechslung, wobei die ruhige Nummer deswegen nicht gleich hochklassig ist.

Eigentlich möchte man den Audio/Video-Ausflug der Rockveteranen als solide betrachten, doch die unverschämt gleich klingenden Songs trüben immer wieder aufkommende, gute Laune erheblich und so müssen sich alle Nicht-Fans fragen, ob es nicht bessere Hardrock-Alternativen auf dem Markt gibt, in die man sein teuer verdientes Geld investieren kann. Außer einer super aufgelegten Band mit Mittelmaßmusik im Soundgepäck gibt es leider gar nichts zu entdecken. Da helfen auch kein Heimspiel und keine jahrelange Reputation in der Musikwelt.

Anspieltipps:

  • Whippin' Boy
  • I Don't Love You Anymore
  • C'Mon

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