Soundtrack - Inglourious Basterds - Cover
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Soundtrack Inglourious Basterds


  • Label: Maverick/WEA
  • Laufzeit: 37 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Der amerikanische Kult-Regisseur Quentin Tarantino („Reservoir Dogs“, „Pulp Fiction“, „From Dusk Till Dawn“, „Jackie Brown“, „Kill Bill“) hat ja bekanntlich ein Faible für skurrile Filmstoffe aus den 60er und 70er Jahren, die er in seine eigenen Filme einfließen lässt. Tarantino zeigt sich dabei detailversessen wie kein Zweiter. Von der Besetzung bis zur Musik muss bei ihm alles passen. Deshalb genießen auch die Soundtracks zu Tarantinos Filmen Kultstatus, wobei der 46-Jährige bis dato nie einen vollständigen Score eines professionellen Komponisten in Auftrag gegeben hat, sondern die Musik meist aus existierenden Stücken zusammengestellt und maximal um ein paar wenige neukomponierte Parts ergänzt hat.

Für seinen neuesten Streifen „Inglourious Basterds“, eine Art Neuauflage des 70er Jahre Italo-Trash-Films „Ein Haufen verwegener Hunde“, wollte Quentin Tarantino erstmals einen kompletten Score schreiben lassen – und zwar von niemanden geringeren als dem legendären Ennio Morricone („Für eine Handvoll Dollar“, „Zwei glorreiche Halunken“, „Spiel mir das Lied vom Tod“, „Es war einmal in Amerika“), der am Ende leider nur vier der insgesamt 14 Tracks zum „Inglourious Basterds“-Soundtrack beisteuerte. Doch seine Stücke haben es – wie erhofft – in sich! Dann hören wir große Momente, zum Beispiel wenn Morricone in „The verdict (Dopo la Condanna)“ das Thema von Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“ aufnimmt oder wenn sich in „The surrender (La Resa“) die typischen Morricono-Bläser mit einem Frauenchor duellieren.

Der Rest des Albums ist wieder einmal ganz großes Tarantino-Allerlei, das wohl nur funktioniert, weil sein Name als Executive Producer auf dem Soundtrack steht. Denn zu der musikalischen Mischung, wie sie hier vorzufinden ist, gehört schon sehr viel Mut. Da stehen Score-Elemente, die perfekt in jeden 60er Jahre Spaghetti-Western passen würden, neben Songs von David Bowie („Cat people“), Zarah Leander („Davon geht die Welt nicht unter“), Billy Preston („Slaughter“) sowie Lilian Harvey und Willy Fritsch („Ich wollt ich wär’ ein Huhn“) einträchtig nebeneinander, die normalerweise niemand miteinander vermengen, geschweige denn in Zusammenhang bringen würde. Aber siehe da, es funktioniert. Quentin Tarantino hat eben ein goldenes Händchen.

Anspieltipps:

  • Slaughter
  • The surrender
  • White lightning (Main Title)
  • Davon geht die Welt nicht unter
  • The verdict (Dopo la Condanna)

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