Culcha Candela - Schöne Neue Welt - Cover
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Culcha Candela Schöne Neue Welt


  • Label: Urban/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 49 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

„Schöne neue Welt“ ist das erste Studioalbum von Culcha Candela als Gold-Act, von dem nun wie selbstverständlich Hits verlangt werden.

Culcha Candela, die siebenköpfige Gute-Laune-Multikulti-Truppe aus der Hauptstadt, meldet sich mit ihrem vierten Studioalbum auf den Partymeilen des Landes zurück. Mit ihren vorangegangenen Alben arbeiteten sich Culcha Candela stetig in den Charts nach vorne und erreichten mit der Single „Hamma!“ einen sensationellen ersten Hitparadenplatz, den sie fast zwei Monate verteidigten und dafür eine Goldene Schallplatte als Auszeichnung erhielten. Damit haben sich die Berliner nicht nur für Deutschlands erste Pop-Liga qualifiziert – auch die Ansprüche von Fans und Kritikern sind nun deutlich höher.

„Schöne neue Welt“ ist nun das erste Studioalbum von Culcha Candela als Gold-Act, von dem wie selbstverständlich Hits verlangt werden. Mit dieser Bürde im Rücken kann man sich in Sachen Songwriting entweder ganz böse verzetteln, abgebrüht auf Nummer sicher gehen und den Erfolgsstil kopieren oder den Dingen einfach ihren Lauf lassen. Letzteres scheint die Devise des Septetts gewesen zu sein. Denn auf „Schöne neue Welt“ sind sie von Beginn an voll da und feuern einen potenziellen Hit nach dem anderen ab. Stilistisch vermengen Culcha Candela dabei wieder Einflüsse aus den Bereichen Reggae, HipHop/Rap, Pop und Dancehall zu einem mitreißenden kulturellen Schmelztiegel.

Im Opener und Titeltrack verbinden Culcha Candela eine ansteckend fröhliche Melodie mit beißendem Wortwitz („Von wegen Öl geht aus / die lügen doch die Ölstaaten / es gibt genug, wenn sogar Enten schon in Öl baden...“) und untermauern damit, dass Popmusik auch eine Aussage haben kann. „Monsta“ und „Somma im Kiez“ bewerben sich mit guten Aussichten um die „Hamma!“-Nachfolge, während „Siento“, „I like it“ und „No hay mal“ mit traumwandlerischer Sicherheit im Latin-Pop-Bereich wildern. „The greatest“ und „Eiskalt“ kommen als coole Club Tracks daher und in „Manchmal“ und „Nobody“ beweisen Culcha Candela, dass sie auch das Balladenfach beherrschen.

Culcha Candela stehen für federleichte, unkomplizierte Popmusik mit vielschichtigen Einflüssen, durch die sie sich von ihren Mitbewerbern abheben. Das Ganze wird locker und lebensfroh rübergebracht, so dass ein paar seichte Momente und die immer mehr zurückgehende Reggae-Grundlage problemlos zu vernachlässigen sind. Diese Band will einfach Spaß machen – und das schafft sie auch heuer!

Anspieltipps:

  • Nobody
  • Manchmal
  • The Greatest
  • Somma im Kiez
  • Schöne neue Welt

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