Stefanie Heinzmann - Roots To Grow - Cover
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Stefanie Heinzmann Roots To Grow


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Grüezi! Die Steffi ist’s wieder...

Grüezi! Die Steffi ist’s wieder. Ei, das ist ja eine Überraschung, denn nicht wenige One-Hit-Wonder der Marke Stefanie Heinzmann verschwinden schnell wieder in die Versenkung. Natürlich ist jetzt erst gerade mal das zweite Album draußen und das folgt ja IMMER, wenn man mit dem ersten Erfolg hatte.

Was macht Stefanie Heinzmann wohl am besten nach anderthalb Jahren Pause? Richtig! Das, was sie am besten kann! Soul-Lieder mit einer hochgradigen Popdosis aufnehmen. Das entscheidende bei diesem Schritt ist, ein Team um sich aufzubauen, das mit einem Melodien schreibt, die mal kurz eine halbe Ewigkeit Gültigkeit haben. Wenn es sonst nichts ist!

Etwas anderes braucht die Schweizerin schließlich nicht zu beweisen. Ihre Stimme sollte selbst die ach so tollen US-Größen des Soul-Pop in Schach halten und somit sind es wirklich nur die Melodien und Arrangements, die das Salz in der Suppe ausmachen. Das Außengebilde ist wieder eine Meisterleistung, denn ganz gleich welche Stimmung die Lieder einschlagen, Stefanie ist lässig und kraftvoll zu gleich in „Bag It Up“ und „Love Fever“ und dann wieder gefühlvoll und sicher bei den hohen Tönen in dem wankelmütigen „No Reason“. Eben diese genannten Titel sorgen mit Sicherheit dafür, dass die liebe Steffi nicht allzu schnell am Hungertuch nagt.

Negativpunkte sind selten, haben allerdings auch eindeutige Namen wie z.B. „How Does It Feel“. Eine dermaßen seichte und einfache Pophymne hat Mademoiselle Heinzmann selbst in ihren jungen Jahren nicht mehr nötig. Mehr als eine gute Gesangsübung ist diese Kitschballade wohl kaum. Hier fehlt gänzlich die sympathische Note. Eine potenzielle Single ist so eine Taschentuchnummer natürlich sofort, aber Ich & Ich haben ja grandios aufgezeigt, wie schlecht diese sein können und meistens irgendwie auch sind. Abgesehen davon, ist diesmal eine reifere Produktion als die des letzten Albums herausgekommen, auch wenn die Lieder für die Ewigkeit noch nicht vorhanden sind. Für den Titel einer Soullegende reicht es noch nicht, dafür muss noch der richtige Partner gefunden werden.

Dancehall-Sänger Gentleman ist als Unterstützer im Titeltrack natürlich eine große Hilfe und auch ein Ohrwurm-Song wie die Singleauskopplung „No One“ ist wohl eher auf eine Saison beschränkt. Nächstes Jahr hört man diesen Track wohl nicht mehr. Doch sei’s drum! Auch wenn das Album fast schon erschreckend souverän klingt, muss es einem um diese Sängerin nicht Angst und Bange werden. Anfang Zwanzig und schon so abgeklärt. Warum nicht?!

Anspieltipps:

  • Bag It Up
  • No Reason
  • Roots To Grow

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