Z-Effektor - Zwischen XII Uhr - Cover
Große Ansicht

Z-Effektor Zwischen XII Uhr


  • Label: Danse Macabre/ALIVE
  • Laufzeit: 69 Minuten
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Sie nennen sich Phantom, Chromatics, Leana und Xenia, stammen aus der Nähe Stuttgarts, nennen ihre Musik „Renaissance Elektro“ und gehen im August 2009 mit ihrem Debütalbum „Zwischen XII Uhr“ an den Start: Die Band Z-Effektor. Mit ihr setzt sich eine langwährende Tradition fort, die das Schwabenländle im Laufe der Jahre zur deutschen Elektro-Hochburg stilisierte.

Z-Effektor setzten dieses Erbe ist in erster Linie mit tanzbaren Techno-Beats und einer düsteren Grundatmosphäre fort, die sie mit Zutaten aus der Dark-Wave- und Gothic-Ecke vermischen. Daraus ergibt sich eine sehr spezielle Form der elektronischen Musik, mit der sich die Hörerschaft recht schnell in Liebhaber und sich irritiert abwendenden Zeitgenossen unterteilen lässt. Denn es gehört durchaus Mut dazu, gregorianische Mönchsgesänge mit debilem Techno-Geboller und Glockenläuten zu kreuzen („Rotting disguise“), Ambient-Klänge á la Enya („Die Schuld“) in direkter Reihenfolge mit Märchen aus 1001 Nacht („Wenn Engel fallen“) und hysterischem Walpurgisnacht-Gekreische („Hexenfluch“) abzusondern.

„Zwischen XII Uhr“ ist das Resultat jahrelanger Arbeit positiv verrückter Genrefreaks, für die es keine Schranken und Limitierungen gibt. Das ist grundsätzlich als Pluspunkt zu verzeichnen, auch wenn die Techno-Beat-Grundlage vieler Songs an den Nerven derjenigen zerrt, die mit diesem stupiden Geboller nichts anfangen können. Und genau deshalb ist dieses Album auch kein allgemeingültiger Pflichtkauf für die Elektro- und Gothic-Szene.

Anspieltipps:

  • Stillstand
  • Melancholie
  • Zwischen XII Uhr
  • Armee der Finsternis

Neue Kritiken im Genre „Electro“
7.5/10

Beaucoup Fish (Deluxe Edition)
  • 2017    
5/10

Spectra
  • 2017    
Diskutiere über „Z-Effektor“
comments powered by Disqus