Chrisette Michele - Epiphany - Cover
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Chrisette Michele Epiphany


  • Label: Def Jam/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 46 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn das Wörtchen wenn nicht wär, dann hätte die Newcomerin Chrisette Michele Payne den ihr angebotenen Song „Irreplaceable“ nicht abgelehnt und einer gewissen Beyoncé Knowlesy überlassen, die daraus einen Nummer-1-Hit machte. Vielleicht wäre die 26jährige New Yorkerin inzwischen schon längst ein international bekannter Star und kein reines US-Phänomen mit immerhin zwei Grammy-Nominierungen und einer halben Million abgesetzter Tonträger.

Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Denn nach ihrem Gold-Debüt „I Am“ (2007) steht nun der Nachfolger „Epiphany“ (auf Deutsch: „Offenbarung, Erscheinung“) in den Läden. Dieser stieg Ende Mai von null auf eins in die amerikanischen Billboard Charts ein und wird jetzt auch in Europa etwas aktiver promotet. Als Hauptaufhänger dazu dient die Co-Produzenten- und Songwritertätigkeit von R&B-Kollege Ne-Yo, der die Tochter eines Diakons und einer Chor-Leiterin neben Antonio „LA“ Reid und Doug Ellison unter seine Fittiche nahm und in „What you do“ auch als Duettpartner zum Einsatz kommt.

Für den Kenner und Genreliebhaber liest sich das in der Tat erst mal nicht schlecht, doch trotz der prominenten Unterstützung ist „Epiphany“ lediglich ein solides und über weite Strecken unspektakuläres R&B-Album geworden, das so oder so ähnlich alle Nase lang auf den US-Markt kommt. Gesichter spielen dabei keine Rolle. Vergleiche mit den in der Regel hölzernen Euro-R&B-Produktionen, hält das Album dennoch locker stand.

Ganz klar, das Handwerk stimmt und in Sachen Produktion und Songwriting gibt es auch kaum etwas auszusetzen. Mit „Blame it on me“, „Another one“ und „On my own“ befinden sich sogar mindestens drei hitverdächtige Tracks unter den 12 Songs, die Chrisette Michele mit viel Talent in der Stimme darbietet. Nur so richtig mitreißend ist das Ganze eben nicht.

Anspieltipps:

  • Fragile
  • On my own
  • Another one
  • Porcelain doll
  • Blame it on me

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