August Burns Red - Constellations - Cover
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August Burns Red Constellations


  • Label: Hassle Records
  • Laufzeit: 48 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Metalcore ist scheinbar noch lange nicht tot. Während einige der Wegbereiter sich bereits nach anderen Betätigungsfeldern umgesehen oder ihre Trademarks auf andere Stilbereiche ausgeweitet haben, sind es schließlich die Nachzügler, die nicht einsehen wollen, dass in dieser Sparte eigentlich schon alles gesagt ist. Mit der Gründung 2003 sind August Burns Red nicht unbedingt eine Band, die kurzerhand beschlossen hat, doch noch Metal mit Hardcore zu paaren, sondern ist mehr oder weniger am Höhepunkt des Genres eingestiegen und hat nach dem zweiten Album „Messengers“ mit über 80.000 verkauften Einheiten und einem 81. Platz in den Billboard Charts sogar noch so etwas wie einen Grund an eben jenem Stil dran zu bleiben.

Wie der Nachfolger einer kommerziell erfolgreichen Platte zu einem bereits seit Jahren dahin siechenden Genre klingt, dürfte nun mit „Constellations“ geklärt sein. Zitate aus anderen Bands werden wuchtig in den Genre-Cocktail geworfen und ein bisschen Death Metal muss ebenfalls mit in die Waagschale aus vorhersehbaren Breakdowns, polternden Schlagzeugsalven und keifenden Shouts, die zwar keineswegs schlecht sind, aber weder Innovation noch Eigenständigkeit versprühen. Wie Jake Luhrs (Gesang), JB Brubaker (Gitarre), Brent Rambler (Gitarre), Dustin Davidson (Bass) und Matt Greiner (Schlagzeug) den Hörer musikalisch entzücken wollen, steht jedenfalls auf einem anderen Blatt oder ist gänzlich woanders zu suchen.

„Constellations“ ist aber dennoch nicht der richtig miefende Griff ins Klo geworden, wie es jetzt vielleicht klingt. Dumm ist nur, dass die interessanten Ideen und kompakten Songs wie z.B. „Ocean of apathy“ oder „Paradox“ dermaßen stark nach As I Lay Dying klingen (August Burns Red gingen letztes Jahr mit ihnen auf Tour), dass sich die Frage stellt, wieso man nicht gleich das Original hören soll. Gerade einmal die aufblitzenden Ruhepole inmitten oder zu Beginn der Tracks, die eine sehnsuchtsvolle Stimmung generieren sollen, stellen eine Abwechslung zum aufgewärmten Rest dar, von dem neben den zwei ordentlichen Krachern „Rationalist“ und „White washed“ sonst kaum etwas hängen bleibt. „Constellations“ ist also nur etwas für Die Hard-Fans, denen der x-te Metalcore-Song, sei er noch so beliebig, nicht zum Hals raus hängt.

Anspieltipps:

  • Rationalist
  • White Washed

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