Soundtrack - Transformers: Revenge Of The Fallen - Cover
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Soundtrack Transformers: Revenge Of The Fallen


  • Label: Reprise/WEA
  • Laufzeit: 52 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Das ungeschriebene Gesetz der Filmbranche hat wieder zugeschlagen. Bei einem Einspielergebnis, das weltweit mehr als das Vierfache der Produktionskosten (über 700 Millionen Dollar) zurück geholt hat, war es nur mehr eine Frage der Zeit, wann der zweite Teil der Transformers-Saga fortgesetzt wird. Action-Regisseur Michael Bay (The Rock, Pearl Harbor, Bad Boys, Die Insel) konnte zudem über ein weitaus großzügigeres Budget verfügen (200 Millionen Dollar) und lässt sich beim Abdrehen des Roboter-Sequels dementsprechend nicht lumpen. Hochhäusergroße Decepticons (böse) kämpfen erneut gegen die mittlerweile zu stillen Beratern der geheimen Militär-Organisation NEST gewordenen Autobots (gut) und wollen nicht weniger als die Zerstörung der Welt, indem sie der Sonne die Energie entziehen. Doch nicht nur in der Größe der Transformers und in der Trageweite der Story übertrifft Teil 2 seinen Vorgänger, auch die Anzahl der verwandelbaren Roboter wurde drastisch in die Höhe geschraubt und die Gigantomanie von Bay erreicht für den herkömmlichen Erdenbürger ein schwer vorstellbares Level.

Abgesehen vom Entertainment-Faktor ist aber für das lautstarke Treiben der Hasbro-Spielzeuge eine knackige und angemessene musikalische Untermalung wichtig und wer eignet sich hierfür besser als die vereinte (im weitesten Sinne so zu bezeichnende) Rock-Armada jüngeren Datums wie Green Day, Linkin Park, Nickelback, Staind oder The Used? Schließlich gehören zu einem Spektakel dieser Größenordnung auch angemessen fetzige Klänge, die das Testosteron zusätzlich in Wallung bringen. Zwar sind gleich 5 der 13 auf dem Soundtrack enthaltenen Tracks nicht direkt im Film enthalten, dafür haben die für die CD verantwortlichen Produzenten bei Warner Music dieses Mal ein glücklicheres Händchen bei der Songauswahl bewiesen und so wurden nicht nur wahllos irgendwelche Singles oder Tracks aus den letzten Alben der partizipierenden Bands genommen, sondern auf einen halbwegs nachvollziehbaren Spannungsbogen wert gelegt, der sich letzten Endes nicht wie eine durchwachsene Singlezusammenstellung anhört.

Den Auftakt macht wie schon vor zwei Jahren Linkin Park, die mit „New divide“ zwar nur einen Aufguss von „What I´ve done“ bieten, aber immerhin schon mal für die richtige Stimmung sorgen. Danach wechseln sich ruhige Beiträge („21 guns“ – Green Day, „Never say never“ – The Fray, „Not meant to be“ – Theory Of A Deadman) mit teilweise ganz ordentlicher („I don´t think I love you” – Hoobastank, “This is it” - Staind) und mal vergessenswerter amerikanischer Alternative Rockware (“Real world” – The All-American Rejects, “Capital M-E” – Taking Back Sunday) ab, von denen am ehesten “Burn it to the ground” von Nickelback durch Testosteron-Alphatier Chad Kroeger und massivem Groove oder Cavos einschmeichelnde Halbballade “Let it go” für offene Ohren sorgen. Auch die knackige Breitseite „Almost easy“ der Metalcore-Truppe Avenged Sevenfold fügt sich gut in den Gesamtkontext ein.

Völlig missraten sind hingegen das „Burning down the house“-Cover von The Used, die damit weiter ihren Kredit als Post Hardcore-Hoffnung verspielen und damit zur Lachnummer verkommen und wieso nach all den Rock-Acts mit maximalem Durchschnittsalter 30 eine Kapelle wie Cheap Trick ihre Version des Transformers Themas zum Besten geben darf, bleibt ohnehin absolut schleierhaft. Nichtsdestotrotz macht die kommerzielle Seite des Transformers-Soundtracks (es gibt schließlich noch den Score von Steve Jablonsky) dieses Mal mehr Spaß und wenn sich die Herrschaften hinter diesem Machwerk für den schon in Arbeit befindlichen dritten Teil endlich dazu entschließen könnten nicht nur die aktuellen Titel auf die Scheibe zu packen, sondern auch die sonst im Film vorkommenden Songs wie „I´m so excited“ (The Pointer Sisters) oder „Super freak“ (Rick James) unterzubringen, würde der Gesamteindruck noch runder ausfallen.

Anspieltipps:

  • Cavo – Let It Go
  • Green Day – 21 Guns
  • The Fray – Never Say Never
  • Nickelback – Burn It To The Ground

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