Mutemath - Amistice - Cover
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Mutemath Amistice


  • Label: Teleprompt/WEA
  • Laufzeit: 49 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Das zweite Album „Armistice“ soll die etwas introvertiertere Seite der Band Mutemath zeigen, poppige Melodien eher vermeiden und den Fokus somit weniger auf Hits, mehr auf Atmosphäre legen. Der Sound des Quartetts – bestehend aus Paul Meany (Keyboard, Gesang), Greg Hill (Gitarre), Roy Mitchell-Cardenas (Bass) und Darren King (Drums, Samples) – lässt sich dabei wohl am besten mit Elektro-Alternative-Rock umschreiben.

„The Nerve“ beginnt nervös rhythmisch-zuckend und geht direkt in die Tanzbeine. „Backfire“ spielt mit Drumcomputer-Sounds und stellt flirrende Keyboard-Klänge in den Vordergrund, während „Clipping“ durch hallenden Gesang ein bisschen psychedelic-Atmosphäre entwickelt, später mit Klavier und krächzenden Streichern, bevor der Song mehrstimmig endet. Im Folgenden kreieren Mutemath mit den genannten Mitteln geradlinige Rocksongs („Spotlight“), gleiten in ruhigere Sphären („No Response“, „Pins and Needles“) und lassen das Augenmerk mal mehr auf Gitarre, dann wieder auf Keyboard.

Meistens sind es jedoch ausgedehnte Keyboardteppiche, die die Songs bestimmen („Goodbye“) wobei sich auch immer wieder Kings Schlagzeug nach vorne drängt („Odds“) und die Songs mit Streichern oder Bläsern („Armistice“) aufgepumpt werden. Die Ballade „Lost Year“ hätte mit seinem anfangs noch alleine anklingendem Klavier großartig werden können, aber auch hier schmiert die Band den Song wieder bis zum ersticken ein. Das abschließende „Burden“ ist unter den gegebenen Umständen mit seinen neun Minuten natürlich viel zu lang.

Und so klingt die Musik von Mutemath leider häufig etwas gefühlslos und dringt deshalb nicht immer zum Hörer durch. Den Songs fehlt nicht selten das gewisse Etwas, wie eine mitreißende Gitarre oder eine große Melodie. Da ist man schon mal froh, wenn Sänger Paul Meany doch mal ein bisschen aus sich raus kommt und ein kleines Gitarrensolo zu hören ist („Electrify“). Aufgrund des vielfältigen Keyboard-Einsatzes und ein paar guten Songs, wie das genannte „Clipping“, reicht es aber für ein durchschnittliches Album.

Anspieltipps:

  • The Nerve
  • Clipping
  • Electrify
  • Lost Year

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