Construcdead - Endless Echo - Cover
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Construcdead Endless Echo


  • Label: Black Lodge/Rough Trade
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Keine Frage, die Herrschaften Jens Broman (Gesang), Christian Ericson (Gitarre), Rickard Dahlberg (Gitarre), Thomas Wallander (Bass) und Nicke Karlsson (Schlagzeug) verstehen ihr Handwerk und dass das ständig drehende Personalkarussell endlich zum Stillstand gekommen ist, dürfte für den Songwriting-Prozess sicherlich zuträglich gewesen sein, aber deswegen gleich wie im beigefügten Waschzettel erwähnt von einem „stroke of genius“ zu reden, der Construcdead „huge“ machen soll, scheint etwas übertrieben. Schließlich bedienen sich die Schweden mit ihrer vierten Scheibe „Endless echo“ erneut „nur“ bei ihren großen Vorbildern Soilwork, In Flames und The Haunted und mischen dementsprechend melodischen Todesblei mit flotten Thrash-Riffs und einigen rhythmischen sowie technischen Spielereien.

Diesem Grundsatz folgend holzt der Opener „Sedated morning“ gleich mal munter drauf los und setzt sich mit seinem prägnanten Chorus gleich in den Synapsen fest. Reicht das schließlich noch nicht aus um von einem Geniestreich zu sprechen, bewerben sich die fünf Schweden mit den folgenden elf Tracks unter leichter Variation von Tempo, Härte und Progressivität (die allerdings nie Überhand nimmt) verstärkt für diesen Titel und gefallen als kompromisslosere Alternative zu den oben genannten Bands durchaus gut. Inmitten der wuchtig getretenen Doublebass, der einscheidenden Gitarrenarbeit und dem kratzigen Organ von Broman fallen dann aber einige Unstimmigkeiten auf, die das Prädikat eben doch nicht verdienen und „Endless echo“ lediglich zu einer ordentlichen Scheibe machen.

Angefangen beim vor sich hin knüppelnden „Mephisto“, das zwar letzten Endes in gemäßigtere Gefilde ausbricht, aber trotzdem durch fehlenden Zusammenhalt zwischen den beiden Teilen eher negativ auffällt, über „Transfixed“, welches zu sehr auf seine Aggro-Attitüde vertraut, bis hin zu „Tragic kingdom“ und „The one beside me“, die entweder abrupte Taktwechsel zugunsten fehlender Konsistenz einsetzen oder einen Refrain ins Leere laufen lassen, Construcdead bescheren dem Hörer einige zerfahrene Momente, belohnen hartgesottene Metalheads allerdings wiederum mit feinen Perlen wie den beiden Carnal Forge-Verbeugungen „My haven“ und „No exit“ oder fahren fetzige Intros („Endless echoes“) und generell kompromisslose Ware („Cataclysm“) auf, die einem die Haare vom Schädel bläst. Fazit: Ein Album, das die notwendige Kurzweil mitbringt um damit richtig schön Dampf abzulassen.

Anspieltipps:

  • No Exit
  • Cataclysm
  • My Haven
  • Disfigured Beauty

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