Megadeth - Endgame - Cover
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Megadeth Endgame


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

„Endgame“ ist ein klassisches Megadeth-Album geworden und auch auf Anhieb als solches zu identifizieren!

Dave Mustaine (48), der rotblonde Wüterich, den seine Drogenaffinität und Streitbarkeit vor nunmehr 25 Jahren den lukrativen Job bei Metallica kostete, meldet sich mit seinem im Jahr 2002 aufgelösten und vor fünf Jahren reaktivierten Speed- und Thrash-Metal-Flaggschiff namens Megadeth mit dem 12. Studioalbum „Endgame“ zurück auf der Bildfläche. Das Line-Up wurde wie inzwischen gewohnt auch für „Endgame“ neu formiert. So spielt neben Drummer Shawn Drover (seit 2004 dabei) inzwischen James LoMenzo (Ex-Black Label Society) den Bass und als Mustaines neuer Gitarrenpartner fungiert Chris Broderick (Ex-Nevermore).

Dass sich die neue Truppe nicht hinter den Line-Ups der Vergangenheit (darunter u.a. die Gitarrengötter Marty Friedman und Al Pitrelli) verstecken muss, wird schnell klar. Mit frischer Energie und einer gehörigen Portion Aggressivität knüppeln Megadeth im Opener „Dialectic chaos/This day we fight!“ wie in alten Speed-Metal-Tagen zu „Rust In Peace“-Zeiten (1990) drauflos. Dabei hat sich weder Mustaines Händchen für Melodien („Bodies“), Hooks („Head crusher“) und fette Riffs („Endgame“) noch sein Faible für Dicke-Hose-Produktionen verändert. Wer sein ganzes Leben als Musiker bei Majorlabels unter Vertrag stand, weiß das Geld eben vernünftig einzusetzen.

Den Part des Produzenten und Soundmixers hat wie schon beim Vorgängeralbum „United Abominations“ (2007) wiederum Andy Sneap (Nevermore, Cathedral, Caliban, Kreator, Exodus) eingenommen. Eine gute Entscheidung. Denn als eingespieltes Team werden Sneap und Mustaine den hohen Erwartungen absolut gerecht und lassen ein sattes Brett auf den Hörer los. Inhaltlich haben sich Megadeth dabei auf den ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush eingeschossen, der in den elf Songs eine amtliche Breitseite abbekommt. Das steigert die Inspiration und den Härtegrad, was „Endgame“ gut tut. Musikalisch äußert sich das z.B. in den Gitarrenduellen von Chris Broderick mit seinem Chef, die im Booklet fein säuberlich aufgeführt werden, damit auch wirklich jeder merkt, woher der Wind weht.

„Endgame“ ist ein klassisches Megadeth-Album geworden und auch auf Anhieb als solches zu identifizieren! Sämtliche Markenzeichen werden in den Songs vereint, also z.B. melodiöse Midtempoparts („44 minutes“) oder Dave Mustaines dunkel-bellendes Organ („Bite the hand“). Die Frischzellenkur im Line-Up hat sich also wieder einmal ausgezahlt, so dass alle Fans auf ihre Kosten kommen.

Anspieltipps:

  • Endgame
  • 44 minutes
  • Head crusher
  • How the story ends

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