Gary Go - Gary Go - Cover
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Gary Go Gary Go


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit dem 24jährigen Londoner Gary „Go“ Baker steht ein neues Songschreibertalent in den Startlöchern, das besonders die Coldplay-affine Hörerschaft für sich begeistern könnte. Denn mit dem hymnischen Breitwand-Pop des Engländers, der wie gemacht ist, um Kinofilme zu beschallen, so wie es kürzlich mit dem Song „Wonderful“ in der deutschen Produktion „Männerherzen“ geschehen ist, werden melodiesüchtige Popfans gewiss auf ihre Kosten kommen.

Gary Go wuchs im Londoner Stadtteil Wembley, in unmittelbarer Nähe des legendären Wembley-Stadions auf. Darin geben sich seit jeher die größten Rockbands der Erde die Klinke in die Hand, um das britische Publikum mit ihren Songs zu bedienen. Und so kam es nicht selten vor, dass die Klänge einer gastierenden Band durch das Kinderzimmerfenster des kleinen Garys wehten und ihn mit der Droge Musik infizierten.

Bereits mit achten Jahren ging Gary unter die Songwriter und komponierte auf seinem Keyboard erste Lieder. Zudem besaß einer von Garys Cousins ein Tonstudio, in dem er in die Produktion verschiedener Platten hineinschnuppern konnte. Mit soviel Erfahrung auf dem Buckel dauerte es nicht lange, bis Gary Go im Alter von 22 Jahren seine erste EP „So So“ veröffentlichte und nebenbei sein eigenes Plattenlabel gründete. Schon da zog er das Interesse von anderen Künstlern wie Joseph Arthur und Juliette Lewis auf sich, die sich gerne von dem Talent inspirieren ließen.

Mit „Gary Go“ legt der Londoner nun sein Major-Debütalbum vor, das es nach der Veröffentlichung in England, im März dieses Jahres, bis auf Platz 22 schaffte. Darauf bündelt der Songschreiber elf Songs mit zum Teil unwiderstehlichen Melodien, die sich auf Anhieb ins Gedächtnis des Hörers schleichen und an die Großtaten von Coldplay gemahnen. Man höre dazu beispielhaft Titel wie „Engines“, „Open arms“, „Brooklyn“ und „Life gets in the way“, die genau das haben, was das neue Robbie-Williams-Album vermissen lässt, nämlich eingängige Refrains, tolle Melodien und auch mal einen gewagten musikalischen Sidestep, wie das rockig lärmende „Refuse to lose“. So muss moderne Popmusik klingen!

Anspieltipps:

  • Speak
  • Engines
  • Brooklyn
  • Refuse to lose
  • Life gets in the way

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