Children Of Bodom - Skeletons In The Closet - Cover
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Children Of Bodom Skeletons In The Closet


  • Label: Spinefarm/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 66 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

„Skeletons In The Closet” von der finnischen Heavy-Metal-Band Children Of Bodom ist ein typisches Überbrückungsalbum. Das letzte reguläre Studioalbum „Blooddrunk“ (04/2008) ist zwar schon seit 1½ Jahren auf dem Markt, aber so richtig Zeit für ein neues Werk ist es noch nicht. Trotzdem lässt sich den Fans mit etwas Fantasie auch ohne neue Songs das Geld aus der Tasche ziehen. Ein gern und häufig genutztes Mittel dazu ist die Veröffentlichung von Coveralben. Und genau das tun Children Of Bodom mit „Skeletons In The Closet”!

Die Finnen bündeln insgesamt 15 Songs, die sie in der Vergangenheit als Bonus Tracks ihren bisherigen Studioalben verbraten haben, auf einer CD und garnieren diese mit drei Neueinspielungen ebenfalls nicht eigener Stücke. Das klingt wenigstens ein wenig versöhnlich, denn der COB-Hardcore-Fan wird unter Garantie alle Hebel in Bewegung gesetzt haben, um die mit Bonus Tracks ergänzten ausländischen Versionen der Studioalben zu erwerben.

Diese kann er sich nun mehr oder weniger in die Haare schmieren, da „Skeletons In The Closet” kaum Fragen offen lässt, was das Zusammentragen von Coverversionen aus den vergangenen zehn Jahren in der Geschichte von Children Of Bodom betrifft. So darf beim Ramones-Stück „Somebody put something in my drink“ ebenso wie bei Billy Idols „Rebel yell“, Alice Coopers „Bed of nails“ und Poisons „Talk dirty to me“ amtlich mitgegrölt werden, 1a Thrash-Geknüpel bieten Sepulturas „Mass hypnosis“ und Slayers „Silent scream“, während der Scorpions-Track „Don’t stop at the top“ nostalgische Gefühle hervorruft und Britney Spears’ „Ooops!... I did it again“ für ein Schmunzeln sorgt.

Weiterhin werden Stücke von Iron Maiden („Aces high“), W.A.S.P. („Hellion“) und Andrew W.K. („She is beautiful“) in die Wagschale geworfen, woran sich erkennen lässt, dass Children Of Bodom hauptsächlich in den Gefilden austoben, in denen sie sich musikalisch zuhause fühlen. Dazu gesellen sich das Pat-Benatar-Nümmerchen „Hell is for children“, der Anthrax-Kultsong „Antisocial“ und die Abrissbirne „War inside my head“ der Suicidal Tendencies, womit die zusätzlichen Neueinspielungen in einem Rutsch genannt sind.

Coveralben einzelner Künstler/Bands sind längst nichts Besonderes mehr und dienen – wie schon erwähnt – meist nur als fanfreundliches Übergangsangebot bis zum nächsten regulären Release. Mit „Skeletons In The Closet” verhält es sich da nicht anders. Die Songs sind in aller Regel dicht am Original und erhalten lediglich einen (ggf. frischen) metallischen Anstrich. Das klingt nett, aber auch nicht mehr, da Überraschungen wie das Britney-Spears-Cover die Ausnahme bilden, wodurch das vorliegende Werk bis auf zwei, drei Ausnahmen nur eine Ansammlung von Hard-And-Heavy-Songs darstellt, die von einer Hard-And-Heavy-Band nachgespielt werden. Das klingt jetzt nicht gerade aufregend für Sie? Stimmt, ist es auch nicht!

Anspieltipps:

  • Antisocial
  • Aces high
  • Bed of nails
  • Silent scream
  • Ooops!... I did it again

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