Soundtrack - LOL - Cover
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Soundtrack LOL


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 39 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Jeder Generation ihren Film. Nach unzähligen Teenagerkomödien in den letzten Jahrzehnten, die mit „American Pie“ und der darin thematisierten Erforschung der Sexualität eine ganz neue Perspektive bekommen haben, gibt es mit „LOL“ (in Chats gern verwendete Abkürzung für „laughing out loud“, was zu deutsch so viel wie laut auflachen bedeutet), dem dritten Spielfilm der Französin Lisa Azuelos als Regisseurin, nun einen humoristischen Blick in die Gefühlsirrungen- und -wirrungen der 15jährigen Lola (Christa Theret), die im Zeitalter des World Wide Web ihren Mr. Right sucht und neben ersten Erfahrungen mit leichten Drogen und sexuellen Annäherungsversuchen des männlichen Geschlechts auch den einen oder anderen Konflikt mit ihrer alleinerziehenden Mutter Anne (Sophie Marceau) zu bewältigen hat.

So locker und leicht wie der dazugehörige Film inszeniert wurde, ist der Soundtrack eine ebenso keineswegs schwer im Magen liegende Mahlzeit, sondern leicht zu konsumierende Kost. Angefangen bei den fünf Stücken, die vom französischen Musiker Jean-Philippe Verdin gestellt wurden („Little sister“, „Dreamers“, das kurze Instrumental „On the road to Splifftown“, sowie die beiden Covers „Lola“ und „Everybody´s got to learn sometime“) und im Großen und Ganzen einen Vorgeschmack auf den sehr ruhigen und unaufgeregten musikalischen Beitrag zu „LOL“ geben, ist auch das ein wenig zu pathetisch geratene „Exil“ von Kaponz & Spinoza, sowie „Not to love you“ als überaus kitschige Ballade eher romantischen und stiller veranlagten Individuen zu empfehlen.

Als Lückenfüller gestalten sich die ein paar Sekunden langen, eingestreuten Filmdialoge, welche verglichen mit den Werken eines z.B. Quentin Tarantino, der solche Ausschnitte ebenfalls auf seine Soundtracks packt, aber keinen Kultfaktor versprühen, sondern lediglich lästiger Natur sind. Auf der Haben-Seite stehen dafür das immer wieder gern gehörte „First day of my life“ (Bright Eyes), die flockige Pop-Nummer „Alright“ (Supergrass) oder das alternativ rockende Stück „Dreamers“ aus der Feder Verdins. Wo allerdings The Rolling Stones mit „You can´t always get what you want” abbleiben, wird nicht geklärt, obwohl der Track der Rock-Veteranen im Trailer zu “LOL” an und für sich eine sehr gute Figur macht.

Mit „Are u gonna dance?“ der franzmännischen Junesex gibt es abseits von Pop und Rock einen Ausflug in elektronische Gefilde, leider geht der Nummer bereits im ersten Drittel die Puste aus und außer konsequenter Wiederholung wird man hier nichts Konstruktives finden. Somit sollten sich Fans des Teenie-Streifens vorrangig auf die aller Voraussicht nach in einem halben Jahr erscheinende DVD stürzen, denn verglichen mit dem schwachen Nährwert des Soundtracks bietet der Film wesentlich mehr fürs Geld.

Anspieltipps:

  • Supergrass – Alright
  • Jean-Philippe Verdin - Dreamers
  • Bright Eyes – First Day Of My Life

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