The Stone Roses - The Stone Roses: 20th Anniversary Edition - Cover
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The Stone Roses The Stone Roses: 20th Anniversary Edition


  • Label: Silvertone/Sony Music
  • Laufzeit: 125 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

The Stone Roses aus Manchester haben in ihrer kurzen Karriere nur zwei magere Studioalben veröffentlicht („The Stone Roses“, 1989 und „Second Coming“, 1994) und damit aus quantitativer Sicht nicht gerade viel zur britischen Popmusikgeschichte beigetragen. Dennoch wird das Quartett um Sänger Ian Brown und Gitarrist John Squire zu Recht zu den wegweisenden Popbands im UK gezählt, da es spätere BritPop-Größen wie Blur und Oasis maßgeblich beeinflusste. Warum das so ist, lässt sich einzig und allein auf dem im Mai 1989 auf den Markt gebrachten Debütalbum hören.

Auf dem fünf Jahre später erschienen Nachfolger war bereits die Luft raus, da sich die Band in einem jahrelangen Gerichtsstreit mit ihrer Plattenfirma aufrieb und an der hohen Erwartungshaltung ihrer Fans zerbrach. Das wirkte sich auch auf das Innenleben der Stone Roses aus, so dass es kein Wunder war, als Sänger Ian Brown im August 1996 erleichtert verkündete: „Ich bin froh, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass sich die Stone Roses aufgelöst haben“. Dennoch hat die Band mit ihrem Debütalbum ein gewichtiges Erbe hinterlassen, dem nun im großen Stil Tribut gezollt wird. Denn „The Stone Roses“ wird rechtzeitig zum 20-jährigen Jubiläum gleich in vier verschiedenen Konfigurationen wiederveröffentlicht!

Mit frisch überarbeiteten Masterbändern wird „The Stone Roses“ als limitierte Vinyl-Version, als One-Disc-Digipack bzw. Deluxe-Digibook-Edition mit zwei CDs plus DVD sowie als umfangreiche Collector’s Edition mit drei CDs, einer DVD, drei Vinyl-LPs, einem pickepacke vollen USB-Stick, einem 48-seitigem Buch und sechs Kunstdrucken an den Start gebracht. Da dürfte für jeden etwas dabei sein, wobei die beste Lösung der Mittelweg sein dürfte. Das ist die „Legacy Edition“ mit dem remasterten Originalalbum (plus Bonus Track „Fools gold“) und einer zusätzlichen CD mit „The Lost Demos“, die von einer DVD mit dem legendären 1989er Konzert im Blackpool Empress Ballroom sowie fünf Videoclips ergänzt wird.

Warum „The Stone Roses“ in Umfragen häufig zu den besten Debütalben aller Zeiten gezählt wird, muss sich der Hörer langsam erarbeiten. Am Anfang zeigt sich die Band nämlich noch ein wenig blass, obwohl gleich der Opener „I wanna be adored“ eine UK Top 20 Single ist. Doch spätestens wenn die Engländer in „Don’t stop“ den vorherigen Song „Waterfall“ einfach noch einmal zum Besten geben – aber rückwärts! – muss der Hörer notgedrungen aufhorchen. Das ist dann auch die Initialzündung, die das Gehör freigibt für herrliche Indie-Popsongs wie „Made of stone“, „This is the one“ und „(Song for my) sugar spun sister“, die den Geist der Beatles und der 60er Jahre mit den musikalischen Gepflogenheiten der „Madchester“-Szene vereinen („Bye bye bad man“). Daran hängten sich später Konsorten wie Blur, Oasis, Suede und Pulp, die im Vergleich zu den Stone Roses auch kommerziell den Rahm abschöpften. Doch die Mutter aller BritPop-Alben ist und bleibt dieses hier!

Anspieltipps:

  • Made of stone
  • This is the one
  • Bye bye bad man
  • I am the ressurection
  • (Song for my) sugar spun sister

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