Polar Bear Club - Chasing Hamburg - Cover
Große Ansicht

Polar Bear Club Chasing Hamburg


  • Label: Bridge Nine/SOULFOOD
  • Laufzeit: 33 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Im letzten Jahr begeisterten die Amerikaner von Polar Bear Club mit ihrem Debütalbum „Sometimes Things Just Disappear“ die Punkrock-Szene und nicht wenige Musikmagazine hoben sie als DIE Entdeckung 2008 hervor, obwohl sich ihr Sound größtenteils auf die großen Punkrock-Momente der Neunziger bezieht, allerdings mit in der Tat herausragenden Songs. Nicht selten knackten diese die Drei-Minuten-Grenze, holten auch in vertracktere Regionen aus und boten gleichermaßen Musik zum Festbeißen wie zum schweißtreibenden Rocken vor der Bühne. Wie so oft dauerte es seine Zeit, bis Polar Bear Club mit dem charismatischen Frontmann Jimmy Stadt auch abseits der USA Zusprach fanden.

Anfang 2009 zusammen mit The Gaslight Anthem in Europa unterwegs, ist es ihnen dank hingebungsvoller Live-Shows dann gelungen, so dass der neue, von Matt Bayles (Mastodon, Minus The Bear) produzierte Longplayer „Chasing Hamburg“ auch in Deutschland auf mehr Interesse stoßen wird. Das haben sich die Jungs redlich verdient, wenn sie bestens eingespielt dem Spirit von Hot Water Music und The Get Up Kids mit der Prise Hardcore huldigen und besonders durch die stets überaus präsenten Vocals von Jimmy Stadt Eigenständigkeit und Frische beweisen.

Wütend startet das Album mit dem kurzen „See The Wind“, verbleibt in Midtempo-Regionen und kann durch die schier wahnsinnigen Rhythmuswechsel Druck erzeugen, welcher trotz gelegentlicher Shouts und wuchtigen Schlagzeug/Gitarre-Duellen auf der gesamten Albumlänge viel positive Energie versprüht. Immer wieder wechseln sich rauer Gesang und höchst melodische Vocals ab, wobei an letzteren deutlich gearbeitet wurde und so zum Beispiel „Drifting Thing“ sowie „The Old Fisher Burial Ground“ zu richtig schönen Hymnen machen, ohne in Weinerlichkeit abzudriften. Überhaupt sind es die Authentizität und die unverblümten Emotionen, die Polar Bear Club in die Szene zurückbringen, von der man des öfteren den Eindruck bekommen kann, dass viel mehr die Anzahl der Tattoos, die Menge der Shirts im Merch-Repertoire und die Härte des Moshpits zählt.

Anspieltipps:

  • Living Saints
  • Take Me To The Town
  • Drifting Thing
  • The Old Fisher Burial Ground
Neue Kritiken im Genre „Punkrock“
Diskutiere über „Polar Bear Club“
comments powered by Disqus