Angelspit - Hideous And Perfect - Cover
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Angelspit Hideous And Perfect


  • Label: Black Pill Red Pill
  • Laufzeit: 47 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Das australische New-Electro-Gothic-Industrial-Duo Angelspit (Sängerin Amelia „Destroyx“ Tan und Knöpfchendreher Karl „ZooG“ Learmont) meldet sich nur ein Jahr nach „Black Death Ivory” mit Album Nummer drei, „Hideous And Perfect“ zurück. Dazu hat sich die Band visuell neu erfunden, während soundtechnisch vieles beim Alten bleibt.

Das Dutzend Tracks auf „Hideous And Perfect“ setzt sich aus dumpf dröhnenden Beats, fiependen Synthies, sägenden E-Gitarrenriffs, knarzender Perkussion, mehrstimmigem Gesang und allerhand kranken Samples zusammen. Die Melodien müssen dabei einer latent vorhandenen Aggressivität weichen, die sich auch in Teilen der Texte bemerkbar macht. Diese befassen sich u.a. mit „der apathischen geldgeilen Gesellschaft, die sich einfach nur zu Tode langweilt“. Oha!

Wir merken, die Welt ist kein Streichelzoo und Angelspit wollen ihre Hörer lieber verstören als mit Feinklang verzaubern. Für großartige Variationen im Soundkosmos der Australier bleibt dazu offenbar kein Platz. Sie ziehen ihr Ding wie eine Dampfwalze ohne Fahrer durch und riskieren dabei, nicht zu 100% affinen Hörern mächtig auf den Draht zu gehen. Auch aus diesem Grund kann „Hideous And Perfect“ am Ende nicht so richtig überzeugen. Die Australier werfen aus jeder der drei großen Kisten – Electro, Gothic, Industrial – ein paar Brocken in die Waagschale und hoffen darauf, irgendwie in die Fußstapfen von KMFDM oder Nine Inch Nails treten zu können. Mit Angelspits austauschbaren Songs kann das jedoch nicht funktionieren.

Anspieltipps:

  • Hyperlust
  • Channel hell
  • Making money

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