David Gray - Draw The Line - Cover
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David Gray Draw The Line


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Album ist hervorragend für gemütliche Stunden im nasskalten Herbst geeignet.

Wer kennt eigentlich David Gray? Ja, so richtig bekannt ist dieser hierzulande nach sieben Alben und insgesamt über 10 Millionen verkauften CDs immer noch nicht, aber vielleicht kann das achte Werk des Briten das ja ändern. Als Gäste lud sich der Songwriter die amerikanische Sängerin Jolie Holland, die ihn auf seiner letzten US-Tour supportete, und keine geringere als die britische Sängerin Annie Lennox ein, die man nicht mehr vorstellen muss. Seine neue Studioband, die er seit seinem letzten Werk komplett getauscht hatte, um nach eigener Aussage neue musikalische Energien frei zusetzen, unterstützte Gray tatkräftig bei den Kompositionen.

Die erste Singleauskopplung „Fugitive“ eröffnet den Longplayer: Ein beherrschendes Piano, eine auffällige E-Gitarre, Drums und die dominierende Stimme Grays, die eindringlich und emotional klingt, fügen sich zu einem sehr eingängigen Folkpop-Song zusammen, der echte Qualität besitzt. Wie gewohnt wird vorwiegend in melancholischen sowie sanftmütigen musikalischen Gewässern gefischt und dennoch wird einem die CD nie langweilig, es ist die perfekte Herbstplatte mit Tiefgang, die man nicht sofort wieder vergisst.

Die ausdrucksstarke Stimme Grays hinterlässt ihre Wirkung, weil sie den Tracks die emotionale Tiefe verabreicht, die sie von anderen positiv unterscheidet. Ob das reduzierte „Nemesis“, das Geigen getränkte „Jackdaw“, das schöne Duett mit Holland namens „Kathleen“ oder der Titelsong: Sie alle schaffen es den Hörer mit abwechslungsreicher Songstruktur an den Lautsprecher zu fesseln und verbreiten melancholische, aber durchaus auch positive Stimmung. David Gray mischt Folk-, Pop- und typische Songwritermusik zusammen, die jeder Qualitätsprüfung locker standhält. Mit jedem Hördurchgang gefallen einem die musikalischen Ergebnisse, welche die variantenreiche warme Stimme und die spielfreudige Studioband abliefern, immer mehr.

Der Schlusssong mit der einzigartigen Lennox wartet dagegen mit etwas dramatischeren Klängen auf, das Piano und das hörenswerte Duett der unterschiedlichen Stimmfarben von Gray und Lennox verhelfen dem Album zu einem würdigen Abschluss. Die elf Tracks sind hervorragend für gemütliche Stunden im nasskalten Herbst geeignet.

Anspieltipps:

  • Fugitive
  • Draw the Line
  • Full Steam featuring Annie Lennox

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