No Angels - Welcome To The Dance - Cover
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No Angels Welcome To The Dance


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Vor neun Jahren startete die erste Popstars-Staffel auf Pro Sieben und die daraus entstandenen No Angels begannen so erfolgreich Musik zu machen, dass sie sogar die kommerziell beste Frauenband Europas wurden (5 Mio. verkaufte Platten). Nachdem 2003 die Trennung der Band erfolgte, da die Sängerinnen den Stress nicht mehr aushielten, kam es 2007 zum überraschenden Comeback, welches zwar nicht mehr an frühere Taten anknüpfte, doch auch nicht restlos enttäuschte.

Das Jahr 2009 begann turbulent, da Sängerin Nadja Benaissa kurz vor der Promotour für das nun erscheinende Album verhaftet wurde. Benaissa wurde als HIV-Positiv zwangsgeoutet, konnte aber nach kurzer Zeit das Gefängnis wieder verlassen, obwohl ihr vorgeworfen wurde, einen anderen Menschen wissentlich angesteckt zu haben. Skandale galten schon öfter als mediale Antriebsmotoren für den Verkauf von CDs, aber so war das wohl kaum geplant.

Die neue CD bewegt sich diesmal musikalisch ausschließlich auf Dance-Pop-Terrain und die vier Engel Lucy Diakowska, Jessica Wahls, Nadja Benaissa und Sandy Mölling wurden von der Plattenfirma nach Übersee geschickt, um mit kanadischen und nordamerikanischen Songwritern zu arbeiten, die internationale Hits schreiben können.

Die erste Single „One Life“ gehört zu den besseren Tracks, den sie besitzt eindeutig Radio-Ohrwurmcharakter auf internationalem Niveau. Das macht Hoffnung, aber leider stammen die anderen Songs größtenteils aus dem austauschbaren Dance-Pop-Baukasten und könnten auch von jeder anderen Band performt werden. Da fehlt der Funken musikalische Eigenständigkeit und die dazugehörige Seele, die die No Angels vermissen lassen. Nicht das wir uns falsch verstehen: Das ist sehr gut produzierter Pop, der auch Balladen wie „Young Love“ beinhaltet, die durchaus hörenswert klingen. Es reicht aber trotzdem nicht, um ein überdurchschnittlichen Longplayer zu schaffen. Da haben die fremden Komponisten anscheinend versagt. Auch wenn die vier Sängerinnen an einigen Songs mit komponierten, übersteigt das Füllmaterial eindeutig die Zahl der möglichen Charthitkandidaten.

Leider lag zur Bewertung nur eine CD mit sieben von vierzehn Tracks vor, so dass ein Urteil nur über diesen Teil gefällt werden kann.

Anspieltipps:

  • One Life
  • Young Love
  • Down Boy

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